Bahn strebt nach Lokführerstreik Normalbetrieb am Montag an

Nach dem langen Streik können Bahnfahrer vorerst durchatmen: Einen neuen Streik der GDL soll es vorerst nicht geben. Der Zug-Betrieb wurde am Sonntag langsam wieder auf Normalzustand umgestellt. Doch im stockenden Tarifkonflikt geht es weiter nicht voran.

Nach dem bisher längsten Lokführerstreik der GDL hat die Deutsche Bahn langsam wieder auf Normalbetrieb umgestellt. Am Sonntag kam es jedoch noch zu Einschränkungen: Der Fernverkehr lief weiter nach dem Ersatzfahrplan. Im Münchner S-Bahn- und im Regionalverkehr wollte das Unternehmen am Nachmittag wieder weitgehend im normalen Takt fahren. Für den Montag peilte die Bahn wieder regulären Betrieb an.

Nach der Werbung weiterlesen

Der achte Ausstand der GDL war wie geplant am Sonntag um 9.00 Uhr beendet worden, wie ein Sprecher der Gewerkschaft in Frankfurt am Main sagte. Sechs Tage lange hatten die Lokführer den Personenverkehr bestreikt. Hunderte Fernzüge fielen aus.

Die Fahrgäste hätten sich gezwungenermaßen mit dem Streik abgefunden, teilte Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste mit. Viele hätten auf Reisen verzichtet oder sich Alternativen gesucht. Es könne jedoch nicht sein, dass die Fahrgäste derart massiv unter einem Tarifstreit leiden müssten. „Das System Eisenbahn wurde nachhaltig beschädigt.“

Zunächst plant die GDL keine weiteren Bahnstreiks. „Das Land und die Bahnkunden haben jetzt eine Pause verdient - und die Bahn eine Nachdenkpause zum Reagieren“, sagte GDL-Chef Claus Weselsky der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Doch auch die größere Konkurrenzgewerkschaft EVG macht nun Druck und droht ihrerseits mit Streiks im Personenverkehr. Und eine Lösung des Tarifstreits zwischen Bahn und GDL ist nicht in Sicht.

dpa