Bad Berneck -

Von Peter Rauscher

Für die Bewohner der Hammerstraße in Bad Berneck hat das Jahr mit einer guten Nachricht begonnen: Auf der B 303 nur wenige Meter von ihren Wohnhäusern entfernt wird im Frühjahr Flüsterasphalt aufgetragen, der die Lärmbelästigung deutlich verringern soll.

Unterschriften gegen Straßenlärm

Als eine der Hauptverkehrsadern aus und in Richtung Tschechien wird die B 303 stark von Schwerverkehr genutzt. Seit langem wehren sich die Anwohner gegen die damit verbundene Lärmbelästigung. Im vergangenen Jahr hatten bei einer Unterschriftenaktion alle Bewohner der Hammerstraße ein Tempolimit vor dem Ortseingangsschild gefordert. Die Behörden hatten dies abgelehnt und darauf verwiesen, dass die Umbauarbeiten an der B 303 mit neuen Querungshilfen und Flüsterasphalt innerorts den Verkehr bremsen und den Lärm mindern würden.

Neue Fahrbahndecke im Frühjahr

Nachdem die Querungshilfen innerorts fertiggestellt sind, kommt aber noch eine weitere Maßnahme obendrauf: Auf eine Anfrage des CSU-Landtagsabgeordneten Martin Schöffel kündigte Kurt Schnabel, Leiter des Staatlichen Bauamts, an, lärmmindernden Fahrbahnbelag auch vom Ortseingangsschild im Frühjahr bis zur so genannten Frenzelitkurve aufzutragen. Eine Untersuchung habe ergeben, dass dadurch die Wirksamkeit der geplanten Lärmschutzmaßnahmen erhöht werden können, schreibt Schnabel. Deshalb könne man die Forderung der Interessengemeinschaft der Anwohner nach Verlängerung des Flüsterasphalts berücksichtigen. In diesem Bereich außerhalb der Ortschaft gilt kein Tempolimit.

Zwei Abschnitte

Konkret wird im Frühjahr zunächst der Asphalt vom Sonderpostenmarkt bis zur Frenzelitkurve ausgewechselt. Wegen einer Baustelle auf der A 9, die ab Mitte April wieder zu Umleitungsverkehr durch Bad Berneck führen wird, werden erst danach die innerörtlichen Knotenpunkte mit dem Flüsterasphalt ausgestattet. Im Bereich dieser Kreuzungen kommt ein polymermodifizierter Asphaltbeton und in der Strecke wegen der anderen Beanspruchung ein Splittmastixasphalt zum Einsatz.

Anwohner fordern auch Tempolimit

Ewald Krause, der als Anwohner eine Interessengemeinschaft gegen die Lärmbelästigung gegründet hatte, freut sich über die Ankündigung des Bauamts. „Flüsterasphalt bis zur Frenzelitkurve ist gegenüber den ersten Ankündigungen eine deutliche Verbesserung. Der bringt schon was“, sagte er dem Kurier. An der Forderung der Interessengemeinschaft nach einem Tempolimit 70 vor dem Ortseingangsschild hält er dennoch fest: „Das braucht es zusätzlich.“