Polizei: "Rücksichtslos" Raser kracht in den Gegenverkehr

, aktualisiert am 29.04.2021 - 11:08 Uhr

Bei einem schweren Unfall am Donnerstagmorgen sind bei Kauerndorf zwei Menschen verletzt worden. Hunderte Autofahrer standen im Stau oder mussten Umwege fahren.

Kauerndorf - Die Polizei spricht von einem „rücksichtlosen Raser und Verkehrsrowdy“:  Ein 51-jähriger Mann aus dem Landkreis Kulmbach hat durch ein leichtsinniges Überholmanöver am Donnerstagmorgen einen schweren Unfall auf der Bundesstraße 289 zwischen Kauerndorf und Kauernburg verursacht. Zwei Menschen wurden dadurch verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden, zwei Autos wurden total beschädigt, ein Lastwagen war ebenfalls in den Crash verwickelt. Hunderte Menschen, die am Donnerstagmorgen auf dem Weg zur Arbeit waren, steckten im Stau und mussten weite Umwege fahren, um an ihr Ziel zu kommen. Rund zwei Stunden war die B 289 wegen des Unglücks total gesperrt.

„Der schwere Verkehrsunfall hielt die Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdiensten und Feuerwehr am frühen Donnerstagmorgen in Atem“, heißt es dazu von Georg Löffler, dem Leiter der Stadtsteinacher Polizeiinspektion. Um 5.18 Uhr am Donnerstagfrüh war der Alarm eingegangen. Zahlreiche Retter machten sich sofort auf den Weg., darunter auch die Feuerwehren aus Kauerndorf, Fölschnitz, Kulmbach und Untersteinach. Am Unfallort fanden die Einsatzkräfte am Ortsausgang von Kauerndorf zwei schwer beschädigte Fahrzeuge vor. Die Ursache für das Unglück war laut Georg Löffler schnell geklärt: „Ein rücksichtsloser Raser war auf der B 289 in den Gegenverkehr geraten  und  mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammengestoßen.“

Was die Polizei bislang zum Unfallhergang weiß: Der  51-Jährige aus dem Landkreis Kulmbach versuchte mit seinem Renault im Bereich einer leichten Rechtskurve einen Lkw zu überholen. Dabei konnte er nach Angaben der Polizei  den entgegenkommenden Verkehr nicht einsehen. Eine gleichzeitig aus der Gegenrichtung kommende 52-jährige Kulmbacherin bremste ihren Opel Corsa zwar stark ab und wich nach rechts aus, konnte aber den heftigen Zusammenstoß der Fahrzeuge nicht mehr vermeiden. Ihr Corsa schleuderte durch den Zusammenstoß in die Leitplanke. Der Renault knallte gegen den parallel fahrenden Lkw, dessen Fahrer ebenfalls schon bis fast an die Mauer am Straßenrand ausgewichen war.

„Wie durch ein Wunder erlitten die Fahrzeugführer wohl  keine gravierenden Verletzungen. Die beiden Pkw-Fahrer mussten jedoch für weitere Untersuchungen in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. An den Fahrzeugen und den Verkehrsleiteinrichtungen entstand ein Schaden vom mindestens 20. 000 Euro. 

Die eingesetzten  Feuerwehrleute  übernahmen die Verkehrsregelung während der  zweistündigen Sperre dieser wichtigen Straße im morgendlichen Berufsverkehr. Auch die Ausweichstrecken waren zum Teil überlastet. Es kam zu erheblichen Verkehrsstörungen.

Die Polizei Stadtsteinach und die Staatsanwaltschaft Bayreuth ermitteln jetzt gegen den 51-jährigen Unfallverursacher wegen Gefährdung des Straßenverkehrs. Ihm wird grobes Fehlverhalten beim Überholen mit Schädigung anderer Verkehrsteilnehmer zum Vorwurf gemacht, berichtet Georg Löffler.

 

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