Von "Robby" bis zur Jobfrage
Bei vielen Beschäftigten sorgt die neue Technik zunächst für Neugier. Die humanoiden Roboter haben nach Angaben der Projektbeteiligten inzwischen sogar Spitznamen. Im Werk werden sie häufig schlicht "Robby" genannt.
Die Frage nach den Folgen für die Beschäftigten liegt dennoch nahe. Erst vor kurzem wurde bekannt, dass Porsche an seinem Leipziger Standort 200 Stellen abbauen will. BMW weist jedoch Befürchtungen zurück, humanoide Roboter könnten Arbeitsplätze ersetzen.
"Die Mitarbeiter müssen sich keine Sorgen machen, dass aufgrund des Einsatzes humanoider Roboter Arbeitsplätze wegfallen", sagt Werkleiterin Petra Peterhänsel. Die Roboter seien vor allem für monotone, ergonomisch belastende oder sicherheitskritische Tätigkeiten vorgesehen. Beschäftigte würden stattdessen andere Aufgaben im Werk übernehmen.
Rollout nach der Pilotphase
Für BMW geht es bei dem Projekt um mehr als die Einführung einer neuen Maschine. Die Automobilindustrie steht unter hohem Wettbewerbs- und Kostendruck. Gleichzeitig müssen die Hersteller die Transformation zur Elektromobilität bewältigen und ihre Produktion weiter automatisieren. Humanoide Roboter gelten deshalb als eine der vielversprechendsten Technologien der kommenden Jahre.
Die Leipziger Pilotphase soll bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Danach soll die Technologie den nächsten Entwicklungsschritt nehmen. "Wir wollen bis Ende des Jahres die Pilotphase abschließen und dann industrialisieren. Das heißt: Ausrollen und weitere Anwendungsszenarien finden – nicht nur in Leipzig, sondern auch in anderen Werken", sagt Ströbel.
Ob sich die Hoffnungen auf eine neue Generation flexibler Fabrikroboter erfüllen, dürfte sich in den kommenden Jahren zeigen.