Autofahrer sehen die Situation auf der B 2 noch gelassen – Doch Ärger könnte spätestens im Sommer drohen Bauarbeiten an B2 haben begonnen

Von Florian Schobert

Die Bauarbeiten zur Sanierung der Bundesstraße 2 in Pegnitz sind mittlerweile angelaufen. Bis zur geplanten Vollsperrung in den Sommerferien, vor der vor allem die Einzelhändler in der Innenstadt Angst haben, dauert es noch – doch schon jetzt gibt es erste Behinderungen. Auch wenn die Lage noch entspannt ist, auch wenn die Autofahrer eher gelassen reagieren. Aber das kann sich ändern.

Bauarbeiten im Zuge der Kanal- und Straßendeckensanierung an der B2 in Pegnitz. Foto: Ralf Münch Foto: red

Die Sanierung der schadhaften Kanalleitungen haben bereits am 18. April begonnen, sagt Michael Schramm, beim Planungsbüro Baur Consult zuständig für das Projekt. Wo es machbar ist, werden die reparaturbedürftigen Bereiche im sogenannten Inlinerverfahren wieder in Stand gesetzt.

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Leitungen werden saniert

Mit diesem Verfahren kann man schadhafte Rohre sanieren, ohne sie komplett neu verlegen zu müssen. Hierzu wird ein mit Kunstharz getränkter Glasfaserschlauch in die betroffenen Kanäle gelegt. „Man kann sich das so vorstellen, als ziehe man einen Gartenschlauch durch ein altes Rohr“, erklärt Schramm. Das dabei verwendete Harz werde anschließend verhärtet, wodurch es so fest wird, dass es dem Außendruck durch die Erdmassen standhält, so Schramm.

Am 2. Mai haben nun die umfangreicheren Baumaßnahmen begonnen. Dafür ist es notwendig, die Straßen- beziehungsweise Gehsteindecke aufzureißen. Dies ist erforderlich, da die Kapazität der alten Kanäle nicht ausreicht. Es müssen komplett neue Leitungen verlegt werden, um die gestiegene Zahl der Hausanschlüsse auf Dauer zu gewährleisten, sagt Schramm. Die rund 50 Meter lange Baustelle auf Höhe des Radladens Radioaktiv ist abgesperrt, der Verkehr wird einseitig durch eine Ampel geregelt. Bisher kam es kam es zu keinen besonderen Vorkommnissen, so Uwe Rupp, Polier der Baustelle. Man habe bislang den Gehweg abgegraben und ein kurzes Stück Kanal verlegt. „Die Straße ist natürlich stark befahren“, sagt Rupp. Zu größeren Staus sei es allerdings auch im Berufsverkehr nicht gekommen. Es gab lediglich eine kleine Beschwerde wegen der Positionierung der Absperrung. Diese konnte jedoch durch eine Umstellung der Absperrung bereinigt werden.

Sanierungsbedarf festgestellt

Bürgermeister Uwe Raab erklärt, wie es zu den umfangreichen Baumaßnahmen kam. „Grundsätzlich war der Auslöser für die Baumaßnahmen der Stadt die geplante Deckensanierung durch das Straßenbauamt Bayreuth.“ Die Behörde als Straßenbauträger verlange in solchen Fällen prinzipiell eine Überprüfung der Ver- und Entsorgungsleitungen. Ergibt sich daraus ein Sanierungsbedarf wie in diesem Fall, so müsse dieser vor der eigentlichen Fahrbahnerneuerung erfolgen.

Generell ergäben sich sich dadurch sowohl Einsparungen bei der Baustelleneinrichtung, den Verkehrssicherungsmaßnahmen als auch bei der Wiederherstellung der Fahrbahndecke, so Raab.

Das sagen die Autofahrer

Die Ampelschaltung an der aktuellen Baustelle ist recht kurz. Die Grünphasen variieren zwischen zehn und 20 Sekunden. Die Rotphase dauert ungefähr 50 Sekunden. Die betroffenen Autofahrer sehen die Situation gelassen.

Für Bernd März hat die Ampel momentan noch keine Auswirkungen auf seinen Zeitplan. Auf die Frage, ob er in Zukunft, wenn die Baustelle größer wird, längere Wartezeiten und Probleme auf sich zukommen sieht, antwortet er: „Das wird wohl nicht ausbleiben.“

Auch Christian Bär spürt derzeit keine Folgen, allerdings fährt er die Strecke nicht sehr häufig. Ebenso gelassen sieht es das Rentnerehepaar Ringler, das die Strecke häufig benutzt. Es fühlt sich derzeit nicht von der Baustelle beeinträchtigt. Falls es in Zukunft zu größeren Behinderungen kommen sollte, ist das für sie kein Problem. „Rentner haben ja Zeit“, so Irmgard Ringler. Bisher kann auch Bürgermeister Raab fast nur Positives berichten. So gebe es aktuell keine Beschwerden wegen des Bau- und Verkehrslärms. Auch seien momentan noch keine Verzögerungen mit Blick auf den Zeitplan bekannt.

Allerdings lägen der Stadt Beschwerden bezüglich der Verkehrsführung während der geplanten Vollsperrung vor, sagt Raab.

Lesen Sie hierzu auch den Artikel Vollsperrung in Pegnitz.