Großer ökologischer Nutzen
„Wir leisten mit dem Aussetzen der Edelkrebse einen kleinen Beitrag zur Vielfalt an Arten im Wasser“, erklärt Hubertus Schmidt die Aktion. Er ist Förster beim Forstbetrieb Fichtelberg und betreut das Maintal zwischen Bischofsgrün und Röhrenhof. Gemeinsam mit Dr. Viktor Schwinger, Fachberater für Fischerei des Bezirks Oberfranken, plante er die Wiederansiedlung der Edelkrebse im Flusssystem des Weißen Mains. „Ursprünglich waren die Krebse in Bächen, Flüssen und Teichen in der Region weit verbreitet. Durch Gewässerverschmutzung und vor allem durch die von amerikanischen Krebsarten eingeschleppte Krebspest, eine Pilzerkrankung, wurden die heimischen Krebsarten fast ausgerottet. Nur in den Oberläufen weniger Gebirgsbäche konnten sich kleine Restvorkommen bis heute halten. Im Zufluss und im Oberlauf des Weißen Mains wollen wir jetzt wieder eine lebensfähige Population begründen.“