Ausgetretene Strahlung Behörden üben Radioaktivitätsmessung

red
Mit einem Hubschrauber der Bundespolizei wird das Messen von Radioaktivität aus der Luft geübt. Foto: dpa/Robert Michael

Aus einem Atomkraftwerk tritt Strahlung aus: Darauf will man mit Helikoptereinsätzen reagieren.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und die Bundespolizei (BPOL) werden in Kürze im östlichen Fichtelgebirge gemeinsam trainieren, von Hubschraubern aus die Radioaktivität am Boden zu messen. Wie die Behörden mitteilten, fänden die gemeinsamen Hubschrauber-Messungen regelmäßig statt, um jederzeit auf einen realen Einsatzfall vorbereitet zu sein. „Zu den möglichen Einsatzszenarien gehört eine radioaktive Kontamination nach einem Unfall in einem deutschen Kernkraftwerk oder im benachbarten Ausland“, heißt es.

Die Messflüge werden laut Mitteilung vom 27. bis 29. September jeweils im Zeitraum von 8 bis 16 Uhr stattfinden. Es werde ein Hubschrauber der Bundespolizei im Einsatz sein, der das Messgebiet in einer Höhe von etwa 90 Metern überfliegt. Das Messgebiet erstrecke sich auf einer Fläche von etwa zehn mal 20 Kilometern in den Gemeindebereichen von Schönwald, Arzberg, Selb, Thierstein, Höchstädt und Thiersheim.

„Gelangen radioaktive Stoffe in die Umwelt, können Radioaktivitätsmessungen von Hubschraubern aus dazu beitragen, schnell das genaue Ausmaß der Kontamination eines Gebietes zu ermitteln“, führen die beiden Behörden weiter aus. Dies sei eine wertvolle Information, wenn über Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung entschieden werden muss. In einem „radiologischen Notfall“ könne eine Fläche von rund 100 Quadratkilometern innerhalb von etwa drei Stunden überflogen und kartiert werden. Die Messresultate lägen bereits kurz nach der Landung vor.

 

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