Aus verqualmter Wohnung Feuerwehrmann tritt Tür ein und rettet Kind

Foto: Stefan Linß

KULMBACH. Stadtbrandmeister Michael Weich holt ein weinendes Kind aus einer verqualmten Wohnung in Kulmbach. Die Eltern haben Speisen anbrennen lassen.

Die Erleichterung war den Kulmbacher Feuerwehrleuten anzusehen. Der Einsatz im Stadtteil Blaich hätte auch tragisch enden können. Stadtbrandmeister Michael Weich ist es zu verdanken, dass der Wohnhausbrand in der Kettelerstraße am Dienstagnachmittag vergleichsweise glimpflich ausgegangen ist.

Nach dem Notruf traf Michael Weich gegen 15.45 Uhr als Erster an der Unglücksstelle ein. Er betrat das Mietshaus und eilte zu der Wohnung. "Ich habe im Treppenhaus schon das Kind weinen hören", schildert der Einsatzleiter im Gespräch mit der Frankenpost die Situation. Um keine Sekunde zu verlieren, trat er mit dem Fuß kurzerhand die Tür ein. In der Wohnung schnappte er sich das Kleinkind und trug es ins Freie.

Vor dem Haus warteten bereits die Sanitäter, um das Kind zu behandeln. Wie es aussieht, hat der kleine Patient glücklicherweise keine schlimmeren Verletzungen davongetragen. Das Feuer war schnell gelöscht. Auf dem Herd in der Küche hatten die Eltern Speisen anbrennen lassen. Ob und warum das Kleinkind allein in der Wohnung war, ist bislang nicht bekannt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Um den Qualm aus dem Wohnhaus zu bringen, setzten die Wehrleute Lüfter ein. Die Einsatzkräfte aus dem Rüstwagen kümmerten sich anschließend darum, die kaputte Wohnungstüre zu reparieren. Die angeforderten Feuerwehren aus dem Landkreis wurden wieder abbestellt, nachdem die Kulmbacher Kameraden die Lage im Griff hatten. Im Einsatz waren 20 Kräfte der Kulmbacher Feuerwehr, der Rettungsdienst des BRK und der Notarzt sowie die Polizei.

 

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