Aus in der Nachspielzeit Altstädter verlieren im Pokal mit 3:4 in Vilzing

Nicht nur wie in dieser Szene Johannes Golla (schwarzes Trikot) gegen Jonas Huber taten sich die Altstädter in Vilzing schwer. Am Ende setzte sich der klassenniedrigere Bayernligist sogar durch. Foto: Peter Mularczyk

FUSSBALL. Die SpVgg Bayreuth ist überraschend schon in der zweiten Runde des Totopokals auf Verbandsebene ausgeschieden. Beim klassenniedrigeren Nord-Bayernligisten DJK Vilzing verlor der Regionalligist am Dienstagabend durch einen Treffer von Daniel Völkl in der Nachspielzeit mit 3:4 (1:2).

„Das Ausscheiden hier ist sehr ärgerlich“, sagte der Altstädter Trainer Timo Rost. „Es war ein großer Pokalfight. Ich bin aber mit dem Freistoß, der zum 4:3 geführt hat, nicht einverstanden. Leider haben wir drei Gegentreffer bei Standards kassiert, das darf nicht passieren.“ Der ehemalige SpVgg-Coach in Vilzinger Diensten, Christian Stadler, hatte hingegen allen Grund zur Freude: „Wir haben einen großen Kampf geliefert, und die 2:1-Pausenführung war auch verdient, weil wir ein deutliches Plus an Chancen hatten. In der zweiten Halbzeit sind wir nach dem 2:3 mit großer Moral wieder zurückgekommen, und am Ende war der Sieg nicht unverdient.“

Nachdem SpVgg-Torwart Alexander Skowronek einen von Philip Messingschlager abgefälschten Ball noch über die Latte gelenkt hatte (22.), fiel sieben Minuten später doch die Führung für die Platzherren. Ivan Milicevic schoss flach zum 1:0 ein. Als dann Messingschlager aus dem Rückraum abzog, wurde sein Schuss unhaltbar zum 1:1 abgelenkt (40.). Doch noch vor der Pause ging Vilzing erneut in Front. Nach einem Eckball traf David Romminger aus dem Hinterhalt (44.). Dass es beim 2:1 blieb, lag an DJK-Keeper Sandro Weber, der bei einem Kopfball von Ivan Knezevic großartig rettete.

Sack nicht zugemacht

Die zweite Halbzeit begann mit einer Szene, die die Gemüter erregte. Nach einem Check von Sven Kopp fiel Milicevic in die Bande, zog sich eine Schulterverletzung sowie eine Fleischwunde zu und musste ausgewechselt werden. Die Altstadt war nun am Drücker. Eine Flanke von Messingschlager köpfte Knezevic am langen Pfosten zum 2:2 ins Netz (56.). Und es kam noch besser: Nach einem Missverständnis in der DJK-Abwehr kam der Ball zum eingewechselten Christoph Fenninger, der aus zehn Metern flach zur Bayreuther Führung einschoss (65.). Chancen für die Entscheidung waren danach vorhanden, doch die Platzherren gaben sich nicht geschlagen. Erst hatte Andre Luge das 3:3 mit einem Freistoß auf dem Fuß (72.), dann wurde der vermeintliche Ausgleichstreffer durch Andreas Kalteis wegen Abseits nicht anerkannt (83.).

Die Heimelf ließ nicht nach, und nach einer Ecke war es Tobias Hoch, der aus dem Rückraum zum 3:3 traf (85.). Als ein Elfmeterschießen drohte, gab es in der Nachspielzeit noch den von Timo Rost angesprochenen Freistoß von Luge, den in der Mitte Völkl zum 4:3-Siegtreffer ins Tor lenkte. Die DJK Vilzing hatte die SpVgg Bayreuth mit großem Kampf niedergerungen.

Statistik

DJK Vilzing: Weber – Hanzlik (67. Kalteis), Hoch, Romminger, Völkl, Wendl (79. Hastreiter), Huber, Trettenbach, Kufner, Luge, Milicevic (53. Chrubasik).

SpVgg Bayreuth: Skowronek – Weber, Golla, Kopp, Messingschlager, Schiller (63. Makarenko), Kracun, Wolf, Marinkovic, Knezevic, Sulmer (58. Fenninger).

SR: Götz (Ettmannsdorf); Zuschauer: 583.

Tore: 1:0 Milicevic (29.), 1:1 Messingschlager (40.), 2:1 Romminger (44.), 2:2 Knezevic (56.), 2:3 Fenninger (65.), 3:3 Hoch (85.), 4:3 Völkl (90.+4).

 

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