Aus der Ferne betrachtet ist der FC Schalke 04 schon länger ein geradezu widersinniger Fußballclub. Ständig wird über die katastrophale finanzielle Lage des tief gefallenen Giganten gesprochen, aber beim Shoppen auf dem Spielermarkt sind die Gelsenkirchener seit ihrem Abstieg aus der Bundesliga im vergangenen Jahr umtriebig wie kaum ein anderer Verein. Im vergangenen Sommer sind 19 Spieler gekommen und in der laufenden Transferperiode hat der Club sich bisher mit elf Profis verstärkt. Weitere werden folgen. Aber diese Bewegungen, die nicht zuletzt dem Vorsatz folgen, das Gehaltsgefüge mit den wirtschaftlichen Potenzialen in Einklang zu bringen, sind nur ein besonders auffälliges Merkmal einer Verwandlung, die ähnlich grundlegend erscheint wie die Metamorphose einer Raupe zum Schmetterling.