Aufruf an Vereine Jeder ein Krisenmanager für alle anderen

Trostlose Eindrücke vermitteln seit Monaten alle Sportanlagen, wie hier am Fußballplatz des BSC Saas. Eine Initiative des Stadtsportverbands will nun helfen, wieder etwas mehr Leben einkehren zu lassen. Foto: Eric Waha

Lokale Initiative gegen ein globales Problem: Der Bayreuther Stadtsportverband ruft seine Mitglieder auf, ihre Konzepte gegen die Folgen der Pandemie zu bündeln und auszutauschen.

Bayreuth - Gesperrte Hallen, brach liegende Plätze, geschlossene Vereinsheime: Die Coronavirus-Pandemie beeinträchtigt nun schon seit einem Jahr das Leben in allen Sportvereinen und droht es zeitweise sogar völlig zum Erliegen zu bringen.

Der Deutsche Olympische Sportbund befürchtet, dass den Klubs in Deutschland dadurch Hunderttausende von Mitgliedern verloren gehen könnten – von finanziellen Einbußen aufgrund der weiter laufenden Kosten ganz zu schweigen.

Vor diesem Hintergrund hat der Bayreuther Stadtsportverband nun mit Unterstützung der Sparkasse und des Nordbayerischen Kuriers die Initiative „Krisenmanager im Sport“ ins Leben gerufen. „Manchem Sportverein steht das Wasser bis zum halse, und Besserung ist in nächster Zeit nicht in Sicht“, heißt es in der entsprechenden SSV-Mitteilung.

Besonders hervorgehoben wird die Auswirkung der Probleme auf Kinder und Jugendliche, weil ihnen „nicht nur die dringend notwendige Bewegung fehlt, sondern auch der soziale Kontakt.“

Mit der SSV-Aktion sollen die Vereine animiert werden, sich durch die Vorstellung und den Austausch ihrer jeweiligen Konzepte zur Bewältigung der Krise gegenseitig zu inspirieren. Es soll also nicht ein spezieller „Krisenmanager“ gewählt oder auf andere Weise gekürt werden, sondern jeder soll gewissermaßen zum Krisenmanagement aller anderen beitragen können.

„Es ist toll, was viele Vereine zu diesem Thema schon an Ideen entwickelt und auch umgesetzt haben“, sagt SSV-Vorsitzender Wolfgang Lüdtke.

Honorar für jeden Beitrag und drei Sonderpreise

Diese Initiativen wolle man nun fördern und zusammenführen. Daher werden alle 74 Mitgliedsvereine des SSV aufgerufen, dem Verband ihre Ideen zu diesem Thema mitzuteilen. Außer der Schriftform werden dabei keine größeren formellen Ansprüche gestellt. „Ein Ansprechpartner sollte natürlich genannt werden“, sagt Lüdtke.

Jeder eingereichte Beitrag werde finanziell honoriert, verspricht der Vorsitzende. Bei einer hohen Teilnehmerzahl werden die einzelnen Beträge aus den verfügbaren jeweils 4000 Euro von Sparkasse und SSV zwar kaum sehr hoch ausfallen können, aber dafür werden als zusätzlicher Anreiz drei Sonderpreise ausgelobt.

Aus den Bereichen „Eigenleistung“, „Online-Angebote“ und „Kreativität“ wird damit am Ende jeweils ein Vorschlag noch besonders ausgezeichnet.

Die Vorschläge der Vereine nimmt SSV-Geschäftsführer Herbert Guth entgegen, und zwar entweder per Post an seine Adresse in der Nobelstraße 20, 95444 Bayreuth, oder per Mail: Guth.Herbert@t-online.de. Einsendeschluss ist Freitag, der 30. April.

Autor

 

Bilder