Spurensuche in Bayreuth Die Geschichte von Familien ist besonders spannend

Florian André Unterburger führt durch die Stadt. Foto: red/Sven Lutz

Der Verein für das Industriemuseum Bayreuth trägt Wissen zur Stadthistorie zusammen. Die Führungen sind beliebt. Auf einen Aspekt der Stadtgeschichte kommt es aber ganz besonders an.

Das Interesse an den industriegeschichtlichen Stadtführungen mit Florian André Unterburger ist ungebrochen groß. Rund 200 Teilnehmer waren inzwischen dabei, wie er sagt. Selbst Nässe und Kälte konnten die historisch interessierten Bayreuther in den vergangenen Wochen nicht abhalten. Unterburgers Spaziergänge und Erläuterungen kommen gut an. „Die Leute sprechen uns an“, sagt er zufrieden. Die gute Resonanz hilft dem neuen Verein, der das Industriemuseum Bayreuth gründen will und inzwischen 20 Mitglieder zählt.

Wie berichtet, handelt es sich nicht um ein herkömmliches Museum. Vielmehr geht es darum, die Industriegeschichte in digitaler Form mit Hilfe von Projektionen und Videos darzustellen. Wer es besucht, kann in verschiedene Rollen schlüpfen und sich auf diese Weise mit dem Alltag der Menschen früher auseinandersetzen. Die digitale Welt kann der Besucher mit Hilfe einer speziellen Brille, einem Tablet oder dem eigenen Smartphone betrachten.

Die Führungen helfen nun dabei, Wissen über einzelne Themen zusammenzutragen. „Gemeinsam können wir noch viele Schätze heben“, meint Unterburger. Ihm und seinen Mitstreitern vom Verein geht es insbesondere darum, die Geschichten von Bayreuther Familien zu erfahren. Die Einzelschicksale lassen grundlegende Rückschlüsse auf einzelne Zeitabschnitte in der Stadt zu. Für das digitale Museum sind sie von hohem Wert.

Thema der nächsten Führung sind die Arbeiter in St. Georgen und der Hammerstatt. Sie findet am Sonntag, 19. Februar, 13.30 bis 15 Uhr, statt. Treffpunkt ist in der Markgrafenallee 49, Gefängnis. Eine weitere Führung gibt es am Sonntag, 19. März, ebenfalls von 13.30 bis 15 Uhr. Ihr Titel lautet „Wasser, Mühlen, Felskeller“. Treffpunkt ist die Brauerei Becher in der Altstadt. Von dort geht es zum Mainflecklein.

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