Auf der Wiesent Im Brühtrog um die Wette paddeln

Sarah Schischeg

Die Freiwillige Feuerwehr Nankendorf organisierte am Sonntagnachmittag das 29. Internationale Brühtrogrennen. Auf einer ungefähr 200 Meter langen Strecke auf der Wiesent konnten die Teilnehmer alles geben.

Die Freiwillige Feuerwehr Nankendorf organisierte am Sonntagnachmittag das 29. Internationale Brühtrogrennen. Das sorgte bei Zuschauern und Teilnehmern für großen Spaß.

Auf einer ungefähr 200 Meter langen Strecke auf der Wiesent konnten die Teilnehmer alles geben. In einen Brühtrog passen zwei Mann, die auf dem Boden knien. Jeder hatte ein Paddel in der Hand und dann ging’s los: Immer zwei Teams treten gegeneinander an. Da ist Geschicklichkeit und Kraft gefordert.

Gestartet wird aber erst auf das Kommando des Moderators. Ganz wichtig war: „Beide Hände an die Schnur“, sagte Christian „Dechs“ Görl , erster Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Nankendorf, immer wieder. Er moderierte das Rennen und animierte das Publikum zum Anfeuern.

Bevor gestartet werden darf, müssen beide Paddel auf dem Boot liegen. Das hintere Teammitglied muss sich mit beiden Händen an der Startlinie festhalten. Auf „Los“ treten die Teams in den Brühtrögen – „Wiesentrenner“ und „Schmierbachflitzer“ getauft – gegeneinander an. Die Tröge wurden nach den Bächen benannt. Auch wenn sich im Schmierbach momentan kein Wasser befindet, wie „Dechs“ erzählte, haben die Teams im „Schmierbachflitzer“ keinen Nachteil. Erst ging es Flussabwärts, dann um eine Boje rum und gegen die Strömung zurück.

Hier kamen einige Teilnehmer ins Schleudern – genauer: ins Kentern. Da hatten die Zuschauer dann am meisten zu Lachen. Für die Teilnehmer war das, trotz Verlieren, eine willkommene Abkühlung bei der Sommerhitze. Aber auch mit Wasser im Trog oder Abtreiben des Bootes ans Ufer musste man rechnen. Mit lauten Rufen feuerten die Zuschauer von beiden Seiten des Flusses die Paddler an. Von den Zeitmessern hörte man immer wieder eine Zeit von drei Minuten und ein paar Sekunden. Da durften auch die Kinder mitmachen, sie stoppten die Zeit.

Beim Brühtrogrennen kann man ab zwölf Jahren mitmachen, einzige Voraussetzung: man kann schwimmen. Dennoch werden zur Sicherheit Schwimmwesten getragen. Beim Rennen machen alle mit: von Jung bis Alt hatten alle Spaß. Die Teilnehmer kamen von überall her. Sogar eine Gruppe aus Berlin nahm teil.

Beim Brühtrogrennen war nicht nur für Action gesorgt, es war auch vieles an warmem und kaltem Essen geboten. Für die Kleinen war eine Bastelecke und Hüpfburg da. Musik kam am Abend von der Nankendorfer Blasmusik. Das Rennen lockte trotz zweijähriger Zwangspause viele Leute an: Laut Veranstalter waren es bis zu 2500 Besucher. Trotz der hohen Besucheranzahl blieb das Verkehrschaos aus.

 

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