KULMBACH. Die Polizisten belehrten den Bayreuther: Bei der Videoaufzeichnung mit Ton handele es sich um eine Straftat, nämlich um eine Verletzung der Vertraulichkeit des nicht öffentlich gesprochenen Wortes. Die Beamten stellten daher die Kamera als Beweismittel sicher. Doch der Beschuldigte verstand offenbar die Belehrung nicht recht. Denn er filmte nun mit seinem Tablet weiter. Auch das beschlagnahmten die Polizisten. Gegen den Mann ermittelt die Polizei nun nicht nur wegen Sachbeschädigung, der eigentliche Grund der Vernehmung. Der Mann erhält nun eine weitere Anzeige wegen der Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes. Wie die Polizei weiter mitteilt, ist hier alleine die Ton-Aufnahme des nicht öffentlich gesprochenen Wortes strafbar. Bei Bildaufnahmen werde erst die Veröffentlichung bestraft.