Auerbach 470 Mitarbeiter beteiligen sich bei ZF an Warnstreik

Redaktion
Wollen „wieder ein größeres Stück vom Kuchen“: Streikende bei ZF in Auerbach. Foto: red/red

Die Warnstreiks der IG Metall zur Tarifrunde 2022 laufen bereits auf Hochtouren. Auch bei ZF in Auerbach.

Inzwischen haben sich insgesamt weit über 100 Betriebe mit 32.000 Kolleginnen und Kollegen an der ersten Warnstreikwelle in Bayern beteiligt.

Bereits zum Auftakt der Warnstreiks nach Ende der Friedenspflicht am 28. Oktober um Mitternacht gab es bei ZF in Auerbach eine erste Aktion, zu der alle Mitarbeiter aus der Nachtschicht aufgerufen wurden.

Wie aus einer Mitteilung von Dieter Deinzer, dem stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden der ZF-Gruppe, hervorgeht, haben sich auch am Dienstag die Kolleginnen und Kollegen bei ZF in Auerbach wieder an den bundesweiten Warnstreiks mit einer halbstündigen Aktion, die einmal früh und einmal abends gelaufen ist, beteiligt.

„Wir stehen hinter der Forderung der IG Metall für acht Prozent mehr Entgelt und sind deshalb auch bereit, dafür zu streiken, so der einstimmige Tenor aus der Belegschaft“, heißt es in Deinzerns Mitteilung.

Das Angebot der Arbeitgeber sieht eine Friedenspflicht bis 2025 vor, also 30 Monate keine Möglichkeit auf Konjunkturschwankungen und Inflation zu reagieren. Rund zwei Prozent mehr Geld, was die von der Regierung vorgeschlagene Inflationsausgleichsprämie von 3000 Euro bedeuten würde. Nach 30 Monaten wären die zwei Prozent wieder weg, denn es wäre keine sogenannte tabellenwirksame Erhöhung, als keine prozentuale Erhöhung. Einen noch größeren Aufreger jedoch stelle die Gegenforderung der Arbeitgeber dar, sie sprechen von möglichen Kürzungen von tariflichen Zahlungen, also dem Weihnachtsgeld etwa.

Die Belegschaft bei ZF sei streikbereit, so sagt Simone B.: „Mit unserer Anwesenheit signalisieren wir heute, dass eine tabellenwirksame Entgelterhöhung unbedingt notwendig ist und wir gemeinsam dafür kämpfen. Nach drei Jahren ohne Entgelterhöhung wollen wir wieder ein größeres Stück vom Kuchen abhaben“. Ihr Kollege Stephan W.: „Die momentane Situation mit steigenden Energiekosten und der hohen Inflation lässt uns keine andere Wahl, als für unsere Einkommen zu kämpfen. Wir können nicht mehr länger zuschauen und fordern deshalb unseren Anteil.“

Bei der Warnstreik-Aktion wurden insgesamt 530 Mitarbeiter aufgerufen und 470 Mitarbeiter haben sich daran beteiligt, so Deinzer.

 

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