Es war einen Tag vor dem Heiligen Abend 2014, als die ersten geflüchteten Menschen in die damals noch einzige Gemeinschaftsunterkunft (GU) in Arzberg eingezogen sind. Unter anderem junge Männer aus Pakistan und Balkanländern nahmen ihre Zimmer im ehemaligen Hotel „Alexander von Humboldt“ an der Marktredwitzer Straße in Beschlag und stellten in der Folgezeit ihre Asylanträge. Sicherlich viele Hundert, vielleicht sogar Tausende von Asylbewerbern, später auch Ortskräfte aus Afghanistan, verbrachten zum Teil dort Jahre, bis das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) über ihre Asylgesuche entschieden hat. Eine Statistik, wie viele Menschen seit dem Erstbezug in der Marktredwitzer Straße 52a untergebracht waren, hat der Betreiber, die Regierung von Oberfranken in Bayreuth, nicht.