Zahl der Superreichen wächst
Gleichzeitig gibt es mehr sogenannte Superreiche, die mehr als 100 Millionen Dollar (rund 86 Mio. Euro) besitzen. Ihre Zahl wuchs in Deutschland laut einem aktuellen Report der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) 2025 um rund 1.100 auf rund 5.000. Sie haben zusammen mehr als ein Viertel des Finanzvermögens im Land.
Wohin steuern die geplanten Reformen?
Der Bericht kommt keine vier Wochen, bevor Schwarz-Rot ein großes Reformpaket vorlegen will. Mehr Wirtschaftswachstum ist das Hauptziel. Das könnte auch das Einkommen vieler Menschen verbessern. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ruft im brandenburgischen Bad Saarow noch einmal alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, "daran konstruktiv mitzuarbeiten". Doch die Koalition steht wegen der angespannten Bundesfinanzen auch auf der Sparbremse. Der Paritätische Verband warnt zum Beispiel, geplante Einsparungen beim Wohngeld würden die Armut besonders in Regionen mit hohen Wohnkosten verschärfen. Rente und Bafög müssten gestärkt werden.
SPD gegen "zusätzliche Belastungen"
Die SPD versucht, sich als Beschützerin der Menschen mit kleinem Portemonnaie zu positionieren - Stichwort Bezahlbarkeit. "Viele Menschen ächzen unter den steigenden Preisen, egal ob es Miete ist, Lebensmittel, Mobilität, alle merken das", sagt SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf im RTL/ntv-"Frühstart". "Dann zu sagen, wir machen jetzt zusätzliche Belastungen für einen Großteil von Menschen, das ist mit uns schwer zu verhandeln."
Beispiel Krankenversicherung: Das 16-Milliarden-Euro Sparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) mit Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und Pharmabranche ist bereits in der parlamentarischen Beratung. Es enthält aber auch höhere Zuzahlungen für Medikamente und Einschränkungen der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern. Klüssendorf sagt: "Es geht uns ganz stark darum, dass vor allen Dingen die Patientinnen und Patienten, die Versicherten, am Ende nicht die Hauptlast tragen." Mögliche Änderungen an dem Vorhaben wolle die SPD im Bundestag prüfen.