Antrag an Waischenfelder Stadtrat Für die Sicherheit der Schulkinder

Emily (11) und Anna (10, von links) haben in der Stadtratssitzung am Dienstagabend ihren Antrag für ein Schild auf dem Pausenhof der Grundschule erklärt. Foto: fe/Frauke Engelbrecht

Die Viertklässler der Waischenfelder Grundschule haben an den Stadtrat einen Antrag für ein Schild im Pausenhof gestellt. Dem wurde zugestimmt.

Doch, etwas aufgeregt waren sie schon, sagen Emily (11) und Anna (10) nach der Sitzung des Waischenfelder Stadtrates am Dienstagabend. Die beiden Viertklässlerinnen hatten zusammen mit ihren Klassenkameraden eine Antrag an das Gremium gestellt, den sie in der Sitzung vorstellten.

Immer schnell ausweichen

Seit den Sanierungsarbeiten in der Grundschule hatte es sich eingebürgert, dass immer wieder Fahrzeuge auf dem Pausenhof geparkt haben. Damals waren es Baustellenfahrzeuge und Handwerker, dann Eltern, die ihre Kinder brachten oder Paketdienste, die etwas abliefern wollten. „Wir müssen da immer schnell ausweichen“, sagt Emily. Das sei schon gefährlich, wenn sie in der Pause zum Beispiel Fangen spielen oder sonst wie toben. Also haben die beiden Mädchen, die ab September auf die Gesamtschule nach Hollfeld wechseln, zusammen mit einer Klassenkameradin einen Brief an die Stadt geschrieben, mit „Sehr geehrter Herr Bürgermeister“, erzählen sie. Sie beantragten ein Schild aufzustellen, dass von 7 bis 16 Uhr die Zufahrt zum und das Parken auf dem Pausenhof verbietet. Erzählt haben sie das Bürgermeister Thomas Thiem (CSU) schon, als sie vor kurzem im Rahmen des HSU-Unterrichtes bei ihm im Rathaus waren.

Sternstunde für den Bürgermeister

„Ich finde es toll, dass Ihr so ein Interesse an eurer Heimatgemeinde habt“, lobte Thiem die beiden Mädchen in der Sitzung. Er sei auch begeistert gewesen, was die Schüler alles bei ihrem Besuch von ihm wissen wollten. „Das war eine Sternstunde in meiner Amtszeit für mich“, so der Bürgermeister.

Baustelle abtrennen

Zurück zum Antrag: Ab Dezember, wenn die Bauarbeiten für die neue Krippe in der alten Schule beginnen, sei damit zu rechnen, dass wieder Baufahrzeuge kommen, so Thiem und Geschäftsleiter Alexander Dressel. Man wolle die Baustelle aber vom Pausenhof der jetzigen Schule abtrennen und trotzdem das Verbotsschild aufstellen. Das sah auch der Stadtrat so und befürwortete den Antrag einstimmig.

Angebote eingeholt

Keine Gegenstimmen gab es auch, als es um die Anschaffung von Verkehrsschildern in der Fischergasse bei der Bushaltestelle ging. Hier war immer wieder festgestellt worden, dass durch zu schnell fahrende Autos eine Gefahr für die Schulkinder besteht, die mit dem Bus kommen. Deshalb hat Lothar Poser (WWL), der auch der Leiter des Bauhofes ist, Angebote für neue Halteverbotsschilder geholt. „Die bisherigen sind veraltet und auch ausgeblichen“, sagte er. Die will man nun austauschen. Außerdem sollen zwei mobile Geschwingkeitsmessgeräte aufgestellt werden, so der Bürgermeister. Ebenso soll der vorhandene Zebrastreifen aufgefrischt werden.

Situation entzerren

Um die Situation weiter zu entzerren soll die Bushaltestelle etwas weiter nach hinten versetzt werden, ebenso wie der Parkplatz auf der gegenüberliegenden Straßenseite. „Dann ist am Übergang mehr Überblick auf die Straße möglich“, so Thiem.

Weiter ist im nächsten Mitteilungsblatt ein Appell, sich als Schülerlotse an dieser Stelle zu melden, um den Kindern einen sicheren Übergang zu ermöglichen. Von der Schule wird es zeitnah noch einen deutlichen Brief an die Eltern geben, in dem sie aufgefordert werden, ihre Kinder, wenn sie sie zur Schule bringen, nicht mehr in der Fischergasse aussteigen zu lassen. „Das dient der Sicherheit unserer Schüler“, betonte der Bürgermeister.

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