Sie haben ein Programm gegen Ärztemangel auf dem Land laufen. Wie sieht die Zwischenbilanz aus?
Huml: Das Programm hat ein Volumen von 15,5 Millionen Euro in drei Jahren und wird gut angenommen. Es steht auf drei Säulen: Erstens die Förderung innovativer Versorgungskonzepte. Zweitens 60 000 Euro Förderung für Hausärzte, wenn sie sich in Kommunen unter 20 000 Einwohnern niederlassen, die in Gebieten liegen, die nicht überversorgt sind. Das ist mehr als 80 Mal bewilligt worden, einige Male auch in Oberfranken. Und drittens ein Stipendium von 300 Euro im Monat über vier Jahre für Medizinstudenten, wenn sie sich verpflichten, ihre Facharztausbildung auf dem Land zu absolvieren und danach fünf Jahre lang im ländlichen Raum Dienst zu tun, sei es in einem Krankenhaus oder in einer Praxis. Knapp 60 Studierende nehmen dieses Programm derzeit in Anspruch.