Die Huthis sehen die Angriffe als Vergeltung für die saudische "Aggressionen" im Jemen. Sie wollen solange weiter Drohnen und Raketen nach Saudi-Arabien schicken, bis das Königreich seinen Einsatz im Bürgerkriegsland beendet. "Wir versichern dem saudischen Regime, dass unser langer Arm jeden von uns gewünschten Ort zum von uns bestimmten Zeitpunkt erreichen kann", drohte ein Huthi-Sprecher.
Ein schnelles Ende des Konflikts erwartet Jemen-Experte AlDailami jedoch nicht. "Der Krieg wird noch lange dauern, weil alle Konfliktparteien gut damit leben können", sagt er. Alle Bemühungen des UN-Sondervermittlers Martin Griffiths, einen politischen Prozess einzuleiten, trugen bislang kaum greifbare Früchte.
Opfer des Konflikts sind die Jemeniten, die unter der Gewalt leiden. Bei den saudischen Luftangriffen sterben immer wieder viele Zivilisten. Nach fünf Jahren Bürgerkrieg müssen Hunderttausende Menschen hungern. Die UN warfen den Huthis vor, Hilfsgüter für Notleidende zu blockieren. Rund 24 Millionen Menschen sind den Vereinten Nationen zufolge auf humanitäre Hilfe angewiesen - rund 80 Prozent der Bevölkerung.
Der Jemen erlebt, so die UN, die größte humanitäre Krise der Neuzeit. Hilfsorganisationen klagen aber, Geberländer wie Saudi-Arabien hätten in diesem Jahr ihre finanziellen Zusagen noch nicht erfüllt - wichtige Hilfsprogramme mussten deshalb gestoppt werden.