Mit dem Gedanken, Landesvorsitzender zu werden, habe er schon während des Bundestagswahlkampfes geliebäugelt. Entschlossen habe er sich dann nach der Wahl, bei der er für die FDP einen respektablen Erststimmenanteil von 5,2 Prozent errungen hatte – ein Plus von 1,5 Prozentpunkten.
Dass sein Amt als Landesvorsitzender sehr zeitaufwendig werden wird, ist Wölfel durchaus bewusst. Nichtsdestotrotz ist er zuversichtlich, dass er dieses Amt und sein Studium miteinander verbinden kann. „Ob ich die Regelstudienzeit einhalten kann, werden wir noch sehen“, lacht er.
Herausforderung und Spaß
Auf jeden Fall freue er sich auf die Herausforderung. Immerhin mache ihm die politische Betätigung viel Spaß. Nach drei Jahren als stellvertretender Vorsitzender habe er ja gewusst, was auf ihn zukommt. „Ich komme mit vielen motivierten jungen Menschen zusammen und bin viel in ganz Bayern unterwegs.“ Und nachdem er die meisten Fahrten nach Möglichkeit mit der Bahn unternimmt, hofft er auch auf eine weitergehende Elektrifizierung der Strecken.
Jetzt gelte es, die Weichen für die Landtagswahl 2023 zu stellen. „Da müssen wir als Liberale stärker werden“, macht Wölfel deutlich. Denn die amtierende Staatsregierung habe beispielsweise bei der Corona-Politik große Fehler gemacht.