Amberg-Sulzbach Neue Rettungsleitstelle kommt wohl ans Autobahnkreuz

Gerd Spies

Die spannendste Frage bei der Fusionierung der beiden Rettungsdienstbereiche Amberg-Schwandorf und Nordoberpfalz dürfte die Frage des Standorts für die neue Leitstelle sein. Jetzt sickerte im Kreistag Amberg-Sulzbach eine mögliche Antwort durch.

Die bisherige Leitstelle in Amberg dürfte wohl aufgelöst werden. Foto: Archiv/Gerd Spies

Vor fast genau einem Jahr gab der Kreistag grünes Licht für eine neue Zeitrechnung beim Rettungswesen in der Region. Er beschloss die Fusion der beiden Zweckverbände für den Rettungsdienst und die Feuerwehralarmierung (ZRF) Amberg und Nordoberpfalz. Am 1. Januar tritt nun der neue ZRF „Oberpfalz-Nord“ in Kraft, der mit den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Schwandorf, Neustadt/Waldnaab und Tirschenreuth sowie den Städten Amberg und Weiden einen Wirkungsbereich von rund einer halben Million Bürger umfasst.

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Hintergrund des Zusammenschlusses sind die zu erwartende Kostenreduktion bei den jährlichen Betriebskosten und Einsparpotenziale bei den anfallenden Investitionskosten. Rund eine Million Euro Einsparung erhofft man sich jährlich durch die Zusammenlegung zum dann größten Rettungsverband in Bayern. Bei den zu erwartenden Kosten von rund zehn Millionen für eine neue gemeinsame Integrierte Leitstelle würden sich die Investitionen in zehn Jahren amortisieren. Mit der Fusionierung verbunden ist auch die Zusammenlegung der beiden bisherigen Leitstellen in Amberg und Weiden zu einer neuen Integrierten Leitstelle (ILS). Für die beteiligten Kommunen wäre natürlich der Zuschlag bei der Frage des Standorts sehr lukrativ.

Mehrere Standorte kamen in Frage

„Es haben mehrere, auch wir als Landkreis Amberg-Sulzbach, den Hut in den Ring geworfen“, erklärte Landrat Richard Reisinger daher auf Nachfrage bei der Sitzung des Kreistags Anfang der Woche. Die Entscheidung dürfte aber schon gefallen sein. Reisinger nannte die Nähe zum Autobahnkreuz Oberpfälzer Wald bei Wernberg-Köblitz als möglichen Standort für die neue IRL. Kreisrat Fredi Weiß (CSU), zugleich auch Verbandsrat des ZRF Amberg-Schwandorf, gab nähere Informationen: „Es wurde ein Ingenieurbüro beauftragt, das einen Vorschlag erarbeitete. Dabei spielte die Erreichbarkeit eine große Rolle.“ Und hier werde das Autobahnkreuz zwischen der A 93 und der A 6 im Landkreis Schwandorf als Standort favorisiert. Er wäre aus Sicht der bisherigen Mitarbeiter der RLS in Amberg und in Weiden, die dann pendeln müssten, der beste Kompromiss.

Für den neuen Zweckverband Oberpfalz-Nord müssen auch die Verbandsräte bestellt werden. Dem Landkreis Amberg-Sulzbach stehen nach dem gewählten Berechnungsverfahren aufgrund seiner Einwohnerzahl vier Verbandsräte zu. Davon erhält die CSU zwei Sitze, die FW und SPD jeweils einen. Einstimmig wurden Fredi Weiß und Markus Dollacker von der CSU, Alexandra Sitter von den Freien Wählern und Peter Danninger von der SPD für dieses Amt bestimmt.