Das teilte Tina Karimi-Krause, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Oberfranken-Ost, am Freitagabend mit. Die Angestellten der AOK Bayreuth werden von 12 Uhr bis 13 Uhr zum Streik aufgefordert. "Treffpunkt ist um 12 Uhr in der Karl-Marx-Straße 7A vor der Kubus IT und dann wird gemeinsam vor die AOK Bayreuth gelaufen", heißt es in der Mitteilung.

Auch in anderen Städten soll gestreikt werden. In Bamberg, Nürnberg und anderen bayerischen Städten sind Kundgebungen geplant. verdi fordert für die Beschäftigten und Auszubildenden unter anderem eine Erhöhung der Gehälter um 6,8 Prozent. Außerdem sollen die Ausbildungsvergütungen für die unterschiedlichen Ausbildungsgänge auf ein einheitliches Niveau angehoben werden. Die Gewerkschaft fordert darüber hinaus einen jährlichen Zuschuss für gesundheitliche Maßnahmen sowie die Verbesserung von Aufstiegschancen in den ersten Beschäftigungsjahren.

In der ersten Runde der Tarifverhandlungen hat die AOK kein Angebot an die Gewerkschaften vorgelegt. Stattdessen forderte sie, laut Verdi-Angaben, die Abschaffung von Sozialzuschlägen. „Auch das Angebot aus der zweiten Tarifrunde, die Gehälter bei einer Laufzeit von 36 Monaten in der Stufen 2 Prozent, 1,5 Prozent und 1,5 Prozent anzuheben, ist nicht ausreichend“, sagt Sigrid Stenzel von verdi Bayern.

Es müsse auch insbesondere der Forderung Rechnung getragen werden, den Mitgliedern von Verdi in Form einer Vorteilsregelung einen Ausgleich zu verschaffen für ihren enormen Einsatz für die Verbesserung der Arbeits- und Einkommensbedingungen. Mit der Forderung mehr Urlaubsgeld und einer Wahlmöglichkeit Geld oder Zeit kämen auch neue Aspekte ins Spiel.

Das Minusangebot sei den Beschäftigten mehr als unverständlich und widerspreche der öffentlichen Bekundung der Arbeitgeberseite, wonach die Wertschätzung und der Anteil am Erfolg ihrer Mitarbeiterinnen mit einer höheren Vergütung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rechnung getragen werden soll, betont Sigrid Stenzel.