Ahorntal Die Gemeinde steht gut da

In Körzendorf steht heuer viel an: zum einen die Dorferneuerung mit Neugestaltung des Dorfplatzes, zum anderen der Neubau des Bürgerhauses. Auch ein Spielplatz wurde mit Elterninitiative neu errichtet. Foto: Frauke Engelbrecht

AHORNTAL. Die Gemeinde Ahorntal steht gut da. Der Schuldenstand ist rückläufig, es ist für dieses Jahr keine Kreditaufnahme geplant und kann trotzdem investiert werden. Zufriedenheit auf allen Seiten. Und so wurde bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend der diesjährige Haushalt auch einstimmig beschlossen.

Bürgermeister: „Uns geht es gut und wir können uns einiges leisten“, brachte es Bürgermeister Florian Questel (Grüne) auf den Punkt. Er sei zufrieden, dass liegen gebliebene Projekte wie das Dorfhaus in Körzendorf, der Ausbau des Glasfasernetzes, der Radweg nach Oberailsfeld und der Neubau des Rathauses nun angegangen werden.

Auch ein Ausbau der Kinderbetreuung sowie die Sicherstellung der Wasser- und Abwasserversorgung in mehreren Ortsteilen sei notwendig. Hier sei auch eine Erhöhung des Wasserpreises unumgänglich.

Ärgerlich sei allerdings häufig, dass schon in Maßnahmen investiert wurde, diese aufgrund der bestehenden Marktsituation mit Fachkräftemangel und ausgelasteter Baubranche nicht zu Ende gestellt werden können. „Wir versuchen, hier mit einem blauen Auge davon zu kommen“, so Questel.

Aufgrund der vielen finanziellen Herausforderungen müsse nun überlegt werden, wie die Haushaltssituation verbessert und neue Einnahmequellen geschaffen werden werden können. Questel erwähnte als Beispiel die Ausweisung eines Kleingewerbegebietes, den Ausbau der Tourismusbranche und die Ausweisung von Baugebieten.

Haushalt: Der Verwaltungshaushalt schließt für 2019 mit 3,77 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt mit 1,87 Millionen Euro ab. Der allgemeinen Rücklage könnte aufgrund der Finanzlage ein Betrag von 626.600 Euro zugeführt werden und stünde somit anstehenden Investitionen zur Verfügung.

Schulden: Zu Ende des vergangenen Jahres hat der Schuldenstand der Gemeinde 676.133 Euro, die Pro-Kopf-Verschuldung 313 Euro betragen. Bis Jahresende wird der Schuldenstand voraussichtlich auf 591.535 Euro, die Pro-Kopf-Verschuldung auf 274 Euro sinken.

Ausgaben: Die wichtigste Ausgabe im Vermögenshaushalt ist mit 320.000 Euro der Neubau des Bürgerhauses in Körzendorf. 242.000 Euro sind für die Dorferneuerung in Körzendorf mit Neugestaltung des Dorfplatzes veranschlagt. Für den Neubau des Rathauses, das zurzeit in Containern untergebracht ist, schlagen 250.000 Euro zu Buche.

Auch das Straßennetz soll weiter saniert werden. Hierfür sind im Haushalt 100.000 Euro eingeplant. Ein weiterer Ausgabepunkt sind die kommunalen Feuerwehren. Hier sind 50.000 Euro für Neuanschaffungen sowie die Absauganlagen in Körzendorf und Reizendorf vorgesehen.

Dieser Betrag sorgte bei Peter Thiem (FBA) für etwas Unmut. „Wir haben in der Vergangenheit darauf geschaut, wie der von der Feuerwehr veranschlagte Betrag reduziert werden kann, haben wegen 3000 Euro rumdiskutiert und jetzt ist er doch so hoch“, so Thiem. Stephan Wickles (parteilos) wünschte sich für die Zukunft, dass der Informationsfluss früher kommt, damit der Gemeinderat eher reagieren könne. „In der Haushaltssitzung ist es dafür zu spät“, sagte er.

Die Gemeinde habe viele kommunale Wehren, so Bürgermeister Questel, da seien vor allem die Unterhaltskosten – als Beispiel nannte er allein den Reifenwechsel – sehr hoch.

 

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