Abschied nach zehn Jahren Landjugend Oberfranken macht mit neuem Team weiter

Die Bezirksversammlung der oberfränkischen Landjugend wählt einen neuen Vorstand. Vorsitzende Chiara Hartmann legt ihr Amt nach drei Wahlperioden nieder.

Erste Reihe von links: Sophia Kätzel (stellvertretende Bezirksvorsitzende), Lena Goller (stellvertretende Bezirksvorsitzende), Melina Sauer (Bezirksvorsitzende), Lukas Schmidt (Bezirksvorsitzender), Moritz Singer (stellvertretender Bezirksvorsitzender), Sebastian Feulner (stellvertretender Bezirksvorsitzender). Zweite Reihe von links: Viktoria Steger (Schriftführerin), Silvia Schneider (Beisitzerin), Anika Manig (Beisitzerin), Marlene Raab (Arbeitskreis- Sprecherin für Volkstanz und Brauchtumspflege) , Annalena Steger (Beisitzerin), Fabian Gerstner (Kassier), Esther Popp (Beisitzerin), Nils Münch (Delegierter des Kreisverbandes Kulmbach), Carina Jahn (Delegierte des Kreisverbandes Hof), Benedikt Glöckner (Delegierter des Kreisverbandes Bayreuth), Alexandra Münchberg (Bundesjugendreferentin) Foto: Landjugend-Bezirksverband Oberfranken

„Nach einem Jahr Schriftführerin und drei Amtsperioden als Bezirksvorsitzende blicke ich mit großer Dankbarkeit auf die gemeinsame Zeit zurück. Es waren Jahre voller Begegnungen, Herausforderungen und unvergesslicher Erlebnisse – zehn Jahre, in denen ich wachsen durfte, in denen wir als Team viel bewegt haben und in denen ich erfahren durfte, was es heißt, Teil der Landjugendfamilie zu sein“, sagt die scheidende Bezirksvorsitzende Chiara Hartmann in ihrer Abschiedsrede am 9. November anlässlich der Bezirksversammlung des Landjugend Bezirksverbandes Oberfranken.

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Mitglieder aus ganz Oberfranken vor Ort

Die Landjugendmitglieder aus den Ortsgruppen von ganz Oberfranken hatten sich anlässlich der Bezirksversammlung im Mönchshof Bräuhaus in Kulmbach zusammengefunden. Ebenfalls der Einladung gefolgt waren die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner, der Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und Heimat, Martin Schöffel sowie der oberfränkische Vize-Bezirkstagspräsident und Landrat von Kulmbach, Klaus Peter Söllner sowie der Direktor des oberfränkischen Bauernverbandes, Wilhelm Böhmer und der Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bayreuth-Münchberg, Michael Schmidt.

Aus den Reihen der Jugendarbeit und des eigenen Verbandes waren Vertreter der Kreisjugendringe Hof und Kulmbach und des Bezirksjugendrings gekommen sowie die Landesvorsitzende der Bayerischen Jungbauernschaft, Walburga Puff sowie Gerhard Müller, Vorsitzender des Heimstättenvereins der Bayerischen Jungbauernschaft, heißt es in einer Mitteilung.

In einem waren sich alle Grußwortredner einig: Die Landjugend sowohl auf Bezirks- als auch auf Ortsebene hat eine beeindruckende Bilanz an Aktivitäten vorzuweisen. Ohne Landjugend würde der Gesellschaft und dem ländlichen Raum etwas fehlen. Während sich die Politik um die großen Sorgen kümmere, solle sich die Landjugend weiter erfolgreich dafür einsetzen, dass junge Menschen im ländlichen Raum zusammenkommen, Gemeinschaft erleben und erste Schritte im vorpolitischen Raum erlernen, meinte Martin Schöffel in seinem Grußwort.

Der Tätigkeitsbericht der letzten 3 Jahre mit 75 Stunden Projektberichten, dem Demokratielauf, einer deutsch-polnischen Kochaktion und zahlreichen Workshops, angefangen von Motorsägenkursen über Kräuterwanderungen bis hin zum Selbstverteidigungskurs wurde noch von den beiden Bezirksvorsitzenden Chiara Hartmann und Ferdinand Bauer vorgestellt, bevor es zu den Neuwahlen kam.

Vorsitzende verabschiedet sich nach zehn Jahren

Nicht nur Ferdinand Bauer trat von seinem Posten als Bezirksvorsitzender zurück, sondern auch Bezirksvorsitzende Chiara Hartmann. „Ich habe mich seit meinem 17. Lebensjahr in der Bezirksvorstandschaft engagiert. Jetzt bin ich 27 und um neun Jahre wunderbare Erfahrungen als Bezirksvorsitzende reicher. Das möchte ich nicht missen. Landjugend ist ein Ort, an dem man wachsen kann. Und das bin ich. Mein Dank gilt allen, die mich auf diesem Weg begleitet, unterstützt und inspiriert haben – für das Vertrauen, das Miteinander, den Glauben an unsere gemeinsame Sache und lebenslange Freundschaften.“

In die Fußstapfen der scheidenden Vorsitzenden tritt Melina Sauer, 21, von der Landjugend Bad Berneck-Bindlach. Lukas Schmidt, 23, von der Landjugend Zedtwitz, tritt die Nachfolge von Ferdinand Bauer an, der sich aus beruflichen Gründen nicht mehr aufstellen ließ. In seiner Arbeit unterstützt wird Schmidt durch den neuen stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Moritz Singer, 21, von der Landjugend Görschnitz sowie den im Amt bestätigten Sebastian Feulner, 25, von der Landjugend Bad Berneck-Bindlach. Er übernimmt auch die oberfränkische Vertretung im Landesvorstand der Bayerischen Jungbauernschaft.

Mehrere Posten sind neu besetzt

Einen weiteren Wechsel gab es auch auf Seiten der weiblichen Stellvertreterinnen. Julia Zimmermann stellte sich ebenfalls nicht mehr der Wahl. Ihr folgt Sophia Kätzel, 23, von der Landjugend Zedtwitz. Weiterhin als stellvertretende Bezirksvorsitzende tätig ist Lena Goller, 24, von der LJ Plösen-Hof. Den Schriftführerposten übernimmt neu Viktorika Steger, 18, von der Landjugend Rugendorf im Landkreis Kulmbach. Fabian Gerstner, 29, von der Landjugend Schwarzenbach/ Saale wurde einstimmig als Kassier im Amt bestätigt. Die Beisitzerpositionen wurden um zwei Plätze erweitert mit der Power von nun vier Frauen: Esther Popp, 24, Landjugend Haidenaab- Göppmannsbühl, Silvia Schneider, 21, aus der Landjugend Fechheim (Kreis Coburg), Annalena Steger, 25, von der Landjugend Zaubach (Kreis Kulmbach) und Anika Manig, 22, Landjugend Marxgrün (Kreis Hof).

Gewählt wurde übrigens nicht mehr per Zettel und Handzeichen, sondern mit dem speziell von und für die Landjugend entwickelten digitalen Wahltool „Votes up“. Es stellt nicht nur die Anonymität bei der Wahl sicher, sondern spart enorm viel Zeit. „Wenn alles funktioniert und die Netzabdeckung im ländlichen Raum gegeben ist, dauert ein Wahlgang eine halbe Minute“, freut sich Wahlausschussvorstand Andreas Steinhäußer über den Zeitgewinn.