Abschied für Stadträte Jahrzehnte für Pegnitz Politik gemacht

Sie haben miteinander gerungen und gestritten. Manch einer schoss über das Ziel hinaus. Doch am Ende gibt es nette Worte zum Abschied.

Jahrzehnte Politik für Pegnitz gemacht: Unser Bild zeigt die ausgeschiedenen Stadträtinnen und Stadträte. Foto: red

Bürgermeister Wolfgang Nierhoff sprach aus eigener Erfahrung: „Man macht sich in dieser Position nicht immer Freunde, ganz im Gegenteil. Man muss damit rechnen, dass man teils erheblich kritisiert wird.“ Doch ohne Frauen und Männer, die sich aus Idealismus bereit erklären, sich für die Allgemeinheit und die Demokratie einzusetzen, funktioniere der Staat und die Verwaltung nicht. Und so sei es auch bei den Stadträten, deren Zeit nach der Kommunalwahl abgelaufen ist.

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Nierhoff: „Ihr habt euch entschieden, euch für eure Heimatstadt einzusetzen.“ Trotz unterschiedlicher politischer Couleur habe bei den scheidenden Stadträtinnen und Stadträten das Wohl der Bürger im Vordergrund gestanden – vor jeder Parteipolitik, betonte der Bürgermeister, der im Namen der Bürgerschaft dankte.

Manfred Vetterl: 42 Jahre lang hat er ein Mandat ausgeübt. Eine außergewöhnlich lange und prägende Zeit. „Mit deiner großen Erfahrung, deiner Expertise und deiner sorgfältigen Art, Dinge zu hinterfragen, hast du die Beratungen stets bereichert“, würdigte Bürgermeister Nierhoff den CSU-Politiker, der unter anderem die Aufgabe des Schulreferenten von 1984 bis 1996 wahrgenommen hatte. Vetterl ist Träger mehrerer Auszeichnungen. Darunter die silberne und goldenen Bürgermedaille und die kommunalen Verdienstmedaille in Silber – Ausdruck seiner großen Lebensleistung. besonderen Lebensleistung und deines anhaltenden Engagements für unsere Stadt.

Rainer Dippe: „Dein Wirken zeigt, dass Kommunalpolitik nicht von Lautstärke lebt, sondern von Beständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und der Bereitschaft, sich über viele Jahre hinweg einzubringen.“ Mit diesen Worten würdigte Bürgermeister Nierhoff den nach 24 Jahren scheidenden Stadtrat Rainer Dippe. Er habe die kommunalpolitische Arbeit zuverlässig begleitet und mitgetragen.

Stefan Krieg: Vergleichsweise kurz mit nur zweieinhalb Jahren war die Zeit von Stefan Krieg. Er habe sich aber eingebracht und Verantwortung übernommen, würdigte Bürgermeister Nierhoff seinen bei der Bürgermeisterwahl unterlegenen Herausforderer.

Elvira Looshorn: Sachlich, ruhig und mit großer Beständigkeit habe sich Elvira Looshorn eingebracht. Sie war sechs Jahre lang Stadträtin. Nierhoff: „Deine Verlässlichkeit, deine Präsenz und dein Mitwirken im Gremium waren ein wichtiger Bestandteil unserer gemeinsamen Arbeit.“

Daniela Luppa: Ebenfalls sechs Jahre dabei war Daniela Luppa. Auch sie habe sich mit ihrer ruhigen und zurückhaltenden Weise in die kommunalpolitische Arbeit eingebracht, dankte ihr der Bürgermeister.

Alexander Moik: Wie Daniela Luppa und Elvira Looshorn hat auch Alexander Moik sein Mandat für sechs Jahre ausgeübt. „Du hast deine Meinung vertreten – und das oft mit einer guten Portion Witz“, dankte Nierhoff.

Thomas Schmidt: Mit Schmidt scheidet nach zwölf Jahren ein profilierter Stadtrat aus. In den zurückliegenden sechs Jahren hatte er die Aufgaben des Dritten Bürgermeisters übernommen. Nierhoff würdigte ihn als seinen Unterstützer und Ratgeber. Schmidt habe sich stets engagiert und mit Nachdruck in die Diskussionen eingebracht. Klar in der Sache und mit spürbarem Einsatz für die Themen, die ihm wichtig seien. „Dabei darf es auch einmal emotional werden, was zeigt, wie sehr dir unsere Stadt am Herzen liegt“, so Nierhoff.

Werner Vogel: Nach zwölf Jahren verließ Werner Vogel den Stadtrat. Sport und Vereinsleben lagen und liegen ihm besonders am Herzen. Er habe immer wieder auch einen Blick für die Bildung, Gemeinschaft und Förderung des Ehrenamts eingebracht.

Christina Wellhöfer: Die Geschäftsfrau hatte ihr Mandat für zwölf Jahre inne. Nierhoff: „Als Einzelhändlerin kennst du die praktischen Herausforderungen unserer Stadt aus erster Hand. Diese Perspektive hast du immer wieder konstruktiv in Themen der Stadtentwicklung und des Tourismus eingebracht.“ Auch Christina Wellhöfer habe durch ihre sachliche Art die Beratungen bereichert und zu fundierten Entscheidungen beigetragen.

Philipp Schieder: Der Ortssprecher für die Altgemeinde Penzenreuth-Neuhof-Lobensteig-Pertenhof und Reisach hat sechs Jahre lang eine wichtige verbindende Funktion zum Stadtrat ausgeübt.

Ausgeschieden ist auch Susanne Bauer. Sie hatte sich für die Sitzung entschuldigen lassen. Nierhoff würdigte sie mit den Worten: „Du hast dich stets meinungsstark eingebracht, klar in der Sache und mit Überzeugung in deinen Standpunkten, aber immer von Fairness und Respekt geprägt.“