Absage Auch Stephen Gould ist erkrankt

Stephen Gould. Foto: Archiv/Ronald Wittek

Der in diesem Jahr schwer beschäftigte Tenor singt heute in der Premiere der „Götterdämmerung“ nicht. Er musste die Partie des Siegfried krankheitsbedingt abgeben.

Wie die Bayreuther Festspiele am Freitag mitteilten, müsse Stephen Gould seine Mitwirkung in der „Götterdämmerung“ als Siegfried absagen. „Die Festspielleitung bedankt sich sehr herzlich bei Clay Hilley, der die Partie heute auch szenisch für Stephen Gould übernehmen wird.“ Dieser sang den Siegfried bereits in Stefan Herheims Ring-Zyklus an der Deutschen Oper Berlin.

Stephen Gould wurde bereits als Tristan in „Tristan und Isolde“ in der Inszenierung von Katharina Wagner und unter dem Dirigat von Christian Thielemann gefeiert. Seit Jahren gehört er zu den Operngrößen am Grünen Hügel. Auch in der Neuinszenierung von Regisseur Roland Schwab und Dirigent Markus Poschner verkörpert er den Tristan. Zugleich hat er 2022 die Titelpartie im „Tannhäuser“ inne. In dieser Rolle ist er seit 2004 immer wieder in Bayreuth zu hören.

Irgendwie ist „der Wurm drin“ in diesem „Ring des Nibelungen“. Zuallererst musste die vierteilige musiktheatralische Erzählung um zwei Jahre verschoben werden. Der Grund: die Corona-Pandemie.

Und dann erschütterten eine Reihe von Ausfällen die Planungen. So musste für den schwerwiegend an Corona erkrankten Dirigenten Pietari Inkinen der Stuttgarter Generalmusikdirektor Cornelius Meister einspringen. Dieser war eigentlich für „Tristan und Isolde“ vorgesehen. Hier wurde er schließlich durch Markus Poschner ersetzt.

Außerdem ging beim Wotan nicht alles glatt: Nach Günther Groissböck sagte John Lundgren wegen „schwerer persönlicher Probleme“ ab, wie die Festspielleitung informierte. Er hätte auch den Holländer geben sollen, den jetzt Thomas J. Mayer singt. Den Wotan im „Rheingold“ übernahm Egils Silins, den in der „Walküre“ Tomasz Konieczny (welcher sich dann bei einem Bühnenunfall verletzte). Als Wanderer im „Siegfried“ war er allerdings wieder dabei.

Die „Götterdämmerung“ bildet den Abschluss der Ring-Neuinszenierung von Valentin Schwarz. Am Abend wird die Vorstellung auch ins Bayreuther Reichshofkino übertragen.

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