„Wir haben in Neuenmarkt alleine 32 Bläser zusammengebracht, die irgendein Instrument spielen“, sagt Weiß. Schon am ersten Abend seien an die zehn Bläser dabei gewesen. „Inzwischen haben wir das auf weitere Bereiche in der Gemeinde ausgedehnt und sehr viele positive Rückmeldungen bekommen. Man hat sich bedankt, dass wir die Aktion jeden Abend machen.“

An guten Tagen musizieren 15 Teilnehmer, von fünf bis 70 Jahren und viele Leute stehen an den Fenstern oder auf der Straße und singen mit.

Weiß ruft täglich zum gemeinsamen Spiel über eine Tele-Video-Konferenz auf und um 19 Uhr zählt er dann das erste Lied ein, damit die Bläser über den ganzen Ort verteilt synchron klingen. Am Samstag wurden auch auswärtige Musiker eingebunden, wie ein befreundeter Musiker des Musiker-Ehepaares Gill aus Stammbach oder aus Grafendobrach die Familie Ramming, die mit Hermann Weiß verwandt ist. Bewundernswert, dass auch Kinder dabei sind, wie die beiden Sprösslinge von Simone und Franz Roßmeisl, der dem Posaunenchor Neuenmarkt als aktiver Bläser angehört.

Christine Hofmann-Niebler: „Es klappt immer besser und macht Spaß.“ Bis zum Gründonnerstag wird noch an jedem Abend an verschiedenen Plätzen in der Gemeinde musiziert, danach schweigen bis Ostersonntag nicht nur die Kirchenglocken, sondern auch die Bläser.

Für den Ostersonntag verspricht Hermann Weiß dann nochmals ein Highlight, nämlich einen Oster-Flashmob: „Um 10.15 Uhr sollen alle, die ein Musikinstrument zur Verfügung haben, bei geöffneten Fenstern, geöffneten Kirchentüren, auf der Straße oder vom Dach Osterlieder spielen und singen.“

Die Neuenmarkter haben sich für „Er ist erstanden, Halleluja“ entschieden. Die Musiker der Kirchengemeinde Neuenmarkt werden sich dazu vor der Christuskirche und dem anschließenden Rathausplatz in den empfohlenen Mindestabständen positionieren und um 10.15 Uhr das Lied „Er ist erstanden, Halleluja“ ertönen lassen. Dabei werden sie unterstützt von der Kirchenorgel, die bei den geöffneten Kirchentüren auch auf dem Kirchplatz zu hören sein wird.