Ab- und Zugang SpVgg Bayreuth: Knezevic geht, Latteier kommt

Der eine geht, der andere kommt: Tim Latteier (links) und Ivan Knezevic könnten sich auch in der kommenden Saison wieder gegenüberstehen. Foto: / Daniel Marr/Imago Images

Die Nachricht vom Abgang der beiden Leistungsträger Tim Danhof und Ivan Knezevic – dessen Wechsel zu Erzgebirge Aue hat SpVgg-Geschäftsführer Wolfgang Gruber mittlerweile dem „Kicker“ bestätigt – lag einigen Altstädter Fans noch schwer im Magen, da verkündete der Drittliga-Aufsteiger aus Bayreuth am Freitag den nächsten Neuzugang. Vom 1. FC Nürnberg kommt der zentrale Mittelfeldspieler Tim Latteier auf die Jakobshöhe.

Der 22-Jährige kann auf neun Zweitligaspiele für den Club zurückblicken, hauptsächlich kam er nach dem Ende seiner Juniorenzeit jedoch in der Regionalligamannschaft zum Einsatz. Für die erzielte er in insgesamt 52 Partien zehn Treffer. Latteier war 2011 als Elfjähriger vom TSV 1860 Scheinfeld in die Jugendabteilung des 1. FC Nürnberg gewechselt. In der Saison 2016/17 wurde der gebürtige Kitzinger mit der U 17 Bayerischer Meister und stieg mit ihr in die B-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest auf. Nach zwei Spielzeiten für die U 19 in der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest, in denen er in 48 Partien fünf Tore erzielte, wurde er 2019 in den Kader der zweiten Mannschaft berufen.

Nach dem pandemiebedingten Abbruch der Regionalliga Bayern und guten Trainingsleistungen wurde Latteier im Dezember 2020 von Cheftrainer Robert Klauß erstmals für den Profikader nominiert und kam knapp zwei Monate später bei einer 2:5-Heimniederlage gegen Hannover 96 zu seinem Pflichtspieldebüt. „Ich bedanke mich für die letzten elf Jahre hier in Nürnberg und wünsche dem Verein nur das Beste. Ich werde immer ein Teil der Club-Familie bleiben und den Verein weiter im Herzen tragen“, wird Latteier in der Mitteilung seines neuen Klubs zitiert.

Vater Thomas einer der Vestenbergsgreuther Pokalhelden

Um ein Haar wäre der bekennende Club-Fan übrigens beim Nürnberger Erzrivalen SpVgg Greuther Fürth gelandet. Bei der hatte sein Vater Thomas, einer der Vestenbergsgreuther Pokalhelden von 1994, ihn nämlich ebenfalls vorspielen lassen. Da das Kleeblatt auf der Position von Tim aber schon vollzählig besetzt war, landete er beim Club.

„Ich habe ja in den letzten drei Jahren einige Male gegen Bayreuth gespielt, und einige Jungs kenne ich ja auch ganz gut“, sagt Latteier. „Daher war die Altstadt für mich immer eine Option, wenn sie aufsteigt.“ Die kann sich jetzt auf seine Flexibilität freuen: Im Mittelfeld hat er nahezu schon alle Positionen bekleidet, dazu kann er auch auf den defensiven Außenbahnen eingesetzt werden.

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