Ab sofort am Stadtparkett Der Christkindlesmarkt light

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BAYREUTH. Sie gehören zu den Branchen, die die Corona-Krise mit aller Härte trifft: Schausteller und Marktkaufleute. Die Stadt Bayreuth wagt jetzt ein „kleines Experiment“, wie Oberbürgermeister Thomas Ebersberger sagt: Seit Montag stehen zehn Stände auf dem Markt verteilt, „um zumindest ein bisschen weihnachtliche Grundstimmung zu erzeugen“ – und den Schaustellern zu helfen.

Sorgen für Weihnachtsflair auf dem Stadtparkett: Die Schausteller und Marktkaufleute, die zusammen mit der Stadtverwaltung – dem berufsmäßigen Stadtrat Ulrich Pfeifer (Mitte), Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (rechts) und Harald Burkhardt (links hinten) – einen Christkindlesmarkt light gezaubert haben. Foto: Eric Waha Foto: Eric Waha

Die Stadt, allen voran der berufsmäßige Stadtrat und Rechtsreferent Ulrich Pfeifer sowie Harald Burkhardt, der Leiter des Ordnungsamts, hätten „versucht, Wege zu finden, die Buden so zu stellen, dass es keine großen Ansammlungen von Menschen geben wird“, sagt Ebersberger. Und dass die Menschen dennoch weihnachtlichen Schmuck oder Süßigkeiten dort kaufen können, „trotz der Corona-Zeit“.

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Maßnahmen treffen „bis ins Mark“

Für Ulrich Pfeifer steht fest: Jeder wisse, „dass die Corona-Maßnahmen die Schausteller bis ins Mark treffen, da geht es um Existenzen“, sagt Pfeifer am Montagnachmittag bei der Freiluft-Pressekonferenz auf dem Stadtparkett. Umso bemerkenswerter sei, „dass die Schausteller die Maßnahmen, die wir treffen mussten, mit viel Verständnis begleitet haben“.

Alle Feste sind weggebrochen

Trotz der Tatsache, dass – beginnend mit dem Frühlingsfest – ein fester Anker nach dem anderen für die Schausteller wie die Marktkaufleute in diesem Jahr weggebrochen ist. Volksfest, Bürgerfest, Sommernachtsfest, sämtliche Märkte, die normalerweise zum Jahreskalender in Bayreuth ganz fest dazugehören. Alles musste wegen der Corona-Infektionszahlen und der Vorgaben, die sich daraus ergeben haben, abgesagt werden.

Stadt hat versucht zu helfen

Man habe allerdings stets versucht, etwas zu tun, um die Einschnitte wenigstens ein bisschen dämpfen zu können – „damit die Schausteller endlich wieder arbeiten können, wie Gudrun Sommerer es formuliert hat“, sagt Pfeifer. Bayreuth sei zudem eine der Städte gewesen, die so lange wie möglich versucht habe, die Märkte wie den Martinimarkt oder eben den Christkindlesmarkt stattfinden zu lassen, sagt Pfeifer.

Stände dürfen dauerhaft stehen

Das Ergebnis, der Christkindlesmarkt light, der am Montag eröffnet wurde, sei gerade deshalb „unheimlich wichtig, weil wir dauerhaft stehen dürfen“, sagt die Schausteller-Vorsitzende Gudrun Sommerer. „Die Schausteller und die Marktkaufleute müssen keinen Turnus durchlaufen.“ Zudem hoffe man, sagt Sommerer, „dass wir auch für den stationären Handel eine Stütze sein können. Dass wir hier stehen können, sehen wir auch als eine Wertschätzung der Stadt uns gegenüber“.

Jetzt müssen Besucher nur noch kommen

Auch der Vorsitzende der Marktkaufleute, Klaus Völkel, hebt die „gute Zusammenarbeit mit der Stadt“ hervor. Man habe in einigen Sitzungen eine gute Basis schaffen können, um jetzt planen zu können. Mit einem Hygienekonzept, das gut umsetzbar ist“. Wichtig wäre, sagt Völkel, wenn die Bayreuther und die Besucher aus dem Umland kommen und das Angebot auch nutzen würden.

Essen geht trotz der Maskenpflicht

Auch wenn auf dem Markt als dem zentralen Straßenzug in der Stadt selbstverständlich weiter Maskenpflicht gilt, werde man „den Menschen das Essen nicht verbieten“, wie Pfeifer sagt. Es gebe ja einige Stände, die gebrannte Mandeln, Bratwürste, Langos oder andere Essensangebote haben. „Das kann man ja nicht durch die Maske hindurch“, sagt Pfeifer. Wer mit einem Bratwurst-Brötchen in der Hand über den Markt gehe, können das selbstverständlich unterwegs auch essen.