Ab Samstag Gleisbauarbeiten zwischen Pegnitz und Schnabelwaid Deutsche Bahn: Busse statt Züge

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Die Bahn baut: Am Samstag beginnen zwischen Pegnitz und Schnabelwaid umfangreiche Gleiserneuerungsarbeiten. Zwischen Bayreuth und Nürnberg werden in den kommenden drei Wochen Züge hier teilweise durch Busse ersetzt, andere sind länger unterwegs.

BR 612 in Pegnitz. Foto vom 8. März 2014 Foto: red

Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn dem Kurier sagte, werden in dem Abschnitt zwischen Schnabelwaid und Pegnitz beide Gleise erneuert. Damit steht von Samstag, 5. Juli, 12 Uhr, bis Montag, 28. Juli, 5 Uhr, jeweils nur ein Gleis zur Verfügung, das in beiden Richtungen befahren wird. „Die Gleise sind über 30 Jahre alt und entsprechend abgefahren“, so der Sprecher. Insgesamt baut der Schienennetzbetreiber, die Bahntochter DB Netz, hier 5700 Meter Gleis, 9600 Stück Betonschwellen, 11.400 Meter Schiene, 2100 Kubikmeter Sand des Unterbaus sowie 10.000 Tonnen Schotter aus und ein. Die Arbeiten finden rund um die Uhr statt. Da während der Bauarbeiten nicht beide Gleise vollständig gesperrt werden, passieren einzelne Züge die Baustelle. „Das Herannahen dieser Züge wird zur Sicherheit der Arbeiter mit einem Warnsignal angekündigt“, bat der Bahnsprecher die Anwohner um Verständnis.

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Längere Wartezeiten

Doch wie wirken sich die Gleisbauarbeiten für die Reisenden aus? Nach Auskunft der Bahn sind vor allem die Regionalexpress-Züge (RE) zwischen Nürnberg und Bayreuth betroffen: Diese werden fast komplett zwischen Pegnitz und Bayreuth durch Busse ersetzt. Dieser sogenannte Schienenersatzverkehr hat – neben der Umsteigerei in Pegnitz – längere Fahrzeiten zur Folge. Grob gesagt: Die RE von Nürnberg nach Bayreuth fahren in Nürnberg pünktlich ab; die Busse kommen rund 15 Minuten später in Bayreuth an als es der Zug planmäßig würde. In der Gegenrichtung fahren die Busse rund eine Viertelstunde vor der planmäßigen Zug-Abfahrt in Bayreuth los; nach Umstieg in den Zug in Pegnitz ist man zur gewohnten Zeit in Nürnberg.

Etwas anders verhält es sich mit den RE Nürnberg-Hof über Bayreuth/Münchberg: Diese fahren in Nürnberg rund zehn Minuten vor der fahrplanmäßigen Zeit los und sind pünktlich in Bayreuth. In der Gegenrichtung fahren diese durchgehenden REs pünktlich in Bayreuth los und kommen rund zehn Minuten nach Plan in Nürnberg an. Längere Fahrzeiten müssen Reisende auch bei den RE-Zügen Nürnberg-Hof über Pegnitz/Kirchenlaibach/Marktredwitz einkalkulieren.

Die Bahn weist noch darauf hin, dass in den Bussen Gepäck, Kinderwagen und Faltrollstühle mitgenommen werden können, eine Fahrradmitnahme jedoch nicht garantiert werden kann. Dafür gibt es ein Zuckerl für Besucher der Bayreuther Festspiele: Reisende, die dem Busfahrer eine Eintrittskarte für den Grünen Hügel vorzeigen, werden direkt an die Haltestelle am Festspielhaus gefahren.

Info: Der Fahrplan kann hier heruntergeladen werden; er liegt nach Auskunft der Bahn auch in den Bahnhöfen und Zügen aus.