A9-Rastanlage Betrunkener Lkw-Fahrer rammt Laterne und greift Polizisten an

Ein Sattelzug rammt auf dem Parkplatz Fränkische Schweiz eine Laterne und einen Baum. Der Fahrer leugnet alles. Messwerte und Zeugen bringen ihn in Bedrängnis.

Mit mehr als drei Promille verursachte ein Lkw-Fahrer auf der Rastanlage Fränkische Schweiz an der A9 einen Unfall. Foto: Lino Mirgeler/dpa

Eine Streife der Verkehrspolizeiinspektion Bayreuth hat am Samstag gegen 15.40 Uhr an der Rastanlage Fränkische Schweiz in Richtung Süden einen Lkw mit Sattelauflieger entdeckt, der quer über zwei Fahrspuren bei den Lkw-Parkplätzen stand. Teilweise lag das Fahrzeug auf einer komplett umgefahrenen Laterne. Auch einen Baum hatte der Lkw angefahren und beschädigt. Beim Gespräch mit dem Fahrer im Führerhaus bemerkten die Beamten sofort starken Alkoholgeruch. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab 3,08 Promille.

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Mann streitet ab, den Lkw gefahren zu sein

Bei dem Fahrer handelte es sich um einen 31-Jährigen. Er gab zwar an, nicht gefahren zu sein. Die Aussage eines Augenzeugen und die von den Polizeibeamten vor Ort am Lkw ausgelesenen Daten widerlegten das jedoch. Im Klinikum Pegnitz nahmen Ärzte dem Mann Blut ab.

Damit die Autobahnmeisterei die komplett beschädigte Laterne entfernen konnte, ohne den Lkw weiter zu beschädigen, beauftragte sie einen Abschleppdienst mit der Bergung. Das Abschleppunternehmen zog den Lkw von der Grünfläche und der Laterne herunter und brachte ihn auf das Firmengelände.

Lkw-Fahrer verletzt Beamten

Anschließend brachten Beamte den Lkw-Fahrer zurück zur Rastanlage. Als sie ihm polizeiliche Unterlagen aushändigen wollten, verweigerte er die Annahme. Ein Polizeibeamter legte die Unterlagen daraufhin auf den Fahrersitz des Lkw. Darüber erbost schlug der Fahrer die Tür zu und verletzte den Beamten am Arm. Die Polizei fesselte ihn und nahm ihn bis zur vollständigen Ausnüchterung in Gewahrsam.

Der Lkw-Fahrer verbrachte die Nacht in einer Zelle der Verkehrspolizeiinspektion Bayreuth. Die Staatsanwaltschaft Bayreuth wurde wegen der Entziehung der Fahrerlaubnis verständigt. Am Lkw und an der Laterne entstand jeweils ein Schaden von 10.000 Euro.