96:92 gegen Chemnitz Erster Testspielsieg des Medi-Teams

Als Bayreuther Topscorer mit guter Trefferquote (5/8 Zweier, 3/6 Dreier, 6/7 Freiwürfe) zeichnete sich Frank Bartley (rechts) aus. Hier zog er an Terrell Harris (links) vorbei. Entscheidend waren vor allem seine acht Punkte in den letzten zwei Minuten. Foto: Peter Kolb

BASKETBALL. Im dritten Testspiel zur Vorbereitung auf die kommende Bundesligasaison ist Medi Bayreuth der erste Sieg gelungen. Vor den erstmals wieder zugelassenen 100 Zuschauern in der Oberfrankenhalle wurde BBL-Neuling Chemnitz Niners nach wechselvollem Verlauf mit 96:92 (52:39) bezwungen.

Trainer Raoul Korner sprach am Ende von einem „aufschlussreichen Spiel“. Das hatte damit zu tun, dass in unterschiedlichen Phasen die Stärken und Mängel recht deutlich wurden im nur mit acht Spielern angetretenen Medi-Team (ohne die angeschlagenen Andreas Seiferth und Kay Bruhnke sowie die jungen Nico Wenzl und Johannes Krug). Einen starken Eindruck hinterließ die Bayreuther Offensive meist bei hohem Tempo, wie beim 20:11-Start (6.), oder wenn sie Dererk Pardon unter dem Korb ins Spiel brachte. Der erneut überzeugende Center trug allein zehn Punkte zum 19:3-Lauf bei, mit dem sich die Gastgeber vom 33:36-Rückstand (16.) zur klaren Halbzeitführung absetzten. Auch insgesamt punktete Pardon zuverlässig in verschiedenen Situation (6/6 aus dem Feld), einschließlich der Freiwürfe (10/14).

Zeitweise wurde die Partie aber auch von Bayreuther Mängeln geprägt, wobei vor allem die mitunter ungestörten Chemnitzer Korberfolge aus der Nahdistanz auffielen. „Da hat beim Pick-and-roll die Hilfe gefehlt“, erklärte Korner. Nicht weniger als 34 ihrer 39 Punkte in der ersten Halbzeit sammelten die Gäste innerhalb der Zone, während sie nur einen von zwölf Dreiern verwandelten. In der zweiten Hälfte trafen sie dort auf mehr Widerstand, aber der physisch starke Philip Stanic setzte sich trotzdem wiederholt durch.

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Da zudem die Fehlerquote im Bayreuther Zusammenspiel schwankte (24 Assists, aber auch 21 Ballverluste), war der Pausenvorsprung schon beim 61:61 (26.) wieder dahin. Danach blieb es ausgeglichen und abwechslungsreich, so dass insgesamt 18 Führungswechsel notiert wurden. Gerade deswegen freute sich der Medi-Trainer am Ende auch über das Ergebnis, obwohl das für ihn in solchen Spielen nicht im Vordergrund steht: „Es ist gut, weil es ein enges Spiel war und wir am Ende die richtigen Entscheidungen getroffen haben.“ Das galt vor allem für Topscorer Frank Bartley, der mit acht Punkten im Alleingang die Wende vom 87:89 (38.) zum 95:92 erzwang. Danach waren nur noch 16 Sekunden zu spielen.

Statistik

Medi Bayreuth: PARDON (22 Punkte / 26:59 Min. Einsatzzeit), WOOLRIDGE (14 / 24:12), Jalalpoor (3 / 19:11), Doreth (1 / 20:02), TIBY (12 / 27:02), WALKER (9 / 28:55), BARTLEY (25 / 27:40), Olisevicius (10 / 25:59); Feldwurfquote: 31/53 (58 Prozent), davon 11/24 Dreier (46 Prozent): Bartley (3/6), Woolridge (2/2), Olisevicius (2/3), Tiby (2/5), Jalalpoor (1/2), Walker (1/2); Freiwürfe: 23/29 (79 Prozent); Rebounds: 22 defensiv, 3 offensiv (Bartley 5/0); Assists: 24 (Woolridge 7, Doreth 7).

Chemnitz Niners: HARRIS (10), Ziegenhagen (8), Matthews (10), Bogues (7), Figge (0), RICHTER (8), WIMBERG (2), Johnson (9), Mike (6), THORNTON (14), KING (10), Stanic (17).