93:83 in Ulm Härtetest mit Bravour bestanden

Vielseitigkeit bewies Terry Allen (links). Als er wegen der Foulbelastung der Center mehr unter dem Korb gefordert wurde, hatte er dort gute Szenen. Foto: /Sven Ammon

Das Trainingslager in Österreich hat Medi Bayreuth auf dem Weg zur neuen Saison in der Basketball-Bundesliga offenbar ein gutes Stück voran gebracht. Jedenfalls war die Leistung zum Abschluss mit einem 93:83-Sieg bei einem Testspiel in Ulm ziemlich eindrucksvoll.

BasketballDer vierte Sieg von Medi Bayreuth im vierten Spiel zur Vorbereitung auf die kommende Bundesliga-Saison war der bisher eindrucksvollste. Beim hoch eingeschätzten Liga-Rivalen Ratiopharm Ulm, der zuvor unter anderem mit einem klaren 96:71 gegen Ludwigsburg starke Frühform bewiesen hatte, gewann die Mannschaft von Coach Raoul Korner am Donnerstagabend auf der Rückreise vom Trainingslager in St. Pölten nicht nur etwas unerwartet, sondern sogar recht sicher mit 93:83 (44:40). -

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Für diese Einschätzung spricht sowohl die Beständigkeit der Bayreuther Führung, als auch die Deutlichkeit. Nachdem sich die Gäste durch einen 11:2-Lauf schon früh auf 19:9 abgesetzt hatten (6.), gerieten sie nur noch ein einziges Mal beim 30:31 (15.) kurz in Rückstand, aber darauf antworteten sie sofort mit acht Punkten in Folge. Dabei wurden sogar noch drei Freiwürfe zu einem größeren Vorsprung als 38:31 vergeben.

Auch in der zweiten Hälfte wurden die zweistelligen Abstände beim 64:53 (26.) und 73:63 (32.) zunächst von den Ulmern wieder auf vier bis fünf Punkte eingedampft, aber dann gelang tatsächlich eine klare Vorentscheidung. Nach dem 12:1-Lauf zum 85:69 (36.) war das Medi-Team auf der Siegerstraße – auch wenn Korner nach drei Dreiern der Gastgeber zum 80:89 (39.) sicherheitshalber noch eine Auszeit nahm.

Die Bayreuther wirkten mannschaftlich schon einen Schritt weiter in der Entwicklung als die Gastgeber. Das zeigte sich vor allem im Vergleich unter den Körben. Da hatten die Ulmer im NBA-erfahrenen Brasilianer Cristiano Felicio einen überragenden Einzelspieler in ihren Reihen, der für elf Treffer aus dem Feld nur 13 Versuche benötigte (85 Prozent!) und sogar einen für ihn nicht gerade typischen Dreier zum 58:64 verwandelte – doch in der Summe war das Medi-Team auf den großen Positionen effektiver. Als gegen Ende des dritten Viertels nach Andreas Seiferth auch der körperlich stark dagegen haltende Martynas Sajus (10/13 Freiwürfe; acht Rebounds) mit vier Fouls belastet war, zeichnete sich der vielseitige Terry Allen mehr in Korbnähe aus (acht Rebounds). Und auch außen hatten die Gäste mehr zu bieten als den herausragenden Marcus Thornton – beispielsweise die neun Punkte in Folge von Philip Jalalpoor vom 16:9 zum 25:15 (8.).

Rat. Ulm: Christon (0 Punkte), FELICIO (24), BLOSSOMGAME (12), GÜNTHER (5), Simon (5), Stoll (0), PHILIPPS (4), Herkenhoff (6), Klepeisz (15), Krimmer (2), Diallo (0), ZUGIC (10); Feldwurfquote: 32/65 (49 Prozent), davon 10/29 Dreier (34 Prozent): Klepeisz (3/6), Blossomgame (2/4), Felicio (1/1), Herkenhoff (1/1), Günther (1/3), Simon (1/3), Zugic (1/6); Freiwürfe: 9/17 (53 Prozent).

Medi Bayreuth: Anim (13), THORNTON (20), Wohlrath, Jalalpoor (10), Jebens, Bruhnke (3), SEIFERTH (3), ALLEN (17), Sajus (14), JOESAAR (9), WELLS (4), Würmseher; Feldwurfquote: 29/60 (48 Prozent), davon 14/28 Dreier (50 Prozent): Thornton (5/9), Allen (2/3), Anim (2/4), Jalalpoor (2/5), Joesaar (2/5), Bruhnke (1/1); Freiwürfe: 21/31 (68 Prozent). sva/es

 

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