84:98 in Bamberg Nur kurze gute Phasen des Medi-Teams

Auffälligster Spieler im Bayreuther Team war Dererk Pardon. Der Center war mit 21 Punkten der Topscorer und der erfolgreichst Rebounder. Foto: Sven Ammon

BASKETBALL. Medi Bayreuth hat auch das zweite Testspiel zur Vorbereitung auf die kommende Bundesligasaison verloren. Den guten Eindruck vom knappen 95:97 gegen Ulm konnte die Mannschaft von Trainer Raoul Korner gestern Abend bei Brose Bamberg nur phasenweise bestätigen, und diese Phasen waren nicht lang genug, um die Niederlage mit 84:98 (36:55) abzuwenden.

Ohne David Walker lagen die Bayreuther im Bamberger Trainingszentrum in Strullendorf schon nach dem ersten Viertel klar mit 13:24 zurück . Vor allem das Zusammenspiel funktionierte längst nicht so gut wie im ersten Testspiel, so dass nach zehn Minuten schon sieben Ballverluste notiert worden waren. Zudem leisteten sich die Gäste zu viele Fouls, so dass allein die sechs Bamberger Punkte in Folge zum 20:11 ausschließlich aus Freiwürfen von Bennet Hundt resultierten.

In diesen beiden Bereichen stabilisierte sich das Medi-Team im zweiten Abschnitt. Dafür wurden jedoch Nachteile beim Rebound deutlicher, vor allem unter dem eigenen Korb. Wiederholt kamen die Bamberger durch zweite Chancen zu den Punkten, die ihren Vorsprung auf 37:19 (15.) anwachsen ließen und dann stabil im zweistelligen Bereich hielten. Zudem ließen die Bayreuther zu viele Möglichkeiten an der Freiwurflinie liegen. Zu den erfreulichen Aspekten für die Gäste gehörte der Dreier von Nachwuchsspieler Nico Wenzl zum 34:49, aber das konnte nichts daran ändern, dass kurz vor der Pause beim 55:34 die Differenz sogar schon mehr als 20 Punkte betrug.

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Die erste vielversprechende Phase gelang den Gästen Mitte des dritten Viertels, als sie durch einen 10:0-Lauf auf 51:59 verkürzten (26.). Bamberg antwortete jedoch sofort durch zwei Dreier in Folge von Dominic Lockhart und Christian Sengfelder, und zwar bezeichnender Weise jeweils im Anschluss an Offensivrebounds. Drei weitere Treffer aus der Distanz hatten in der Schlussphase des dritten Viertels wesentlichen Anteil daran, dass nach 30 Minuten mit 78:59 der Abstand aus dem Halbzeitergebnis wieder hergestellt war.

Kurzzeitig Spannung nach 10:0-Lauf zum 81:87

Spätestens bei der Differenz von 24 Punkten beim 83:59 (32.) schienen kaum noch Zweifel am sicheren Brose-Sieg zu bestehen. Zudem mussten die Bayreuther nur wenig später den Ausfall von Andreas Seiferth hinnehmen, der nach einer Abwehraktion zu Boden gegangen war, aber immerhin aus eigener Kraft vom Platz humpeln konnte. Nach dieser Schrecksekunde war es jedoch umso beachtlicher, dass die Gäste ihre stärkste Phase folgen ließen. Der Wert einer höheren Rebound-Ausbeute wurde deutlich, als sie mehrfach mit Schnellangriffen zum Erfolg kamen. Wieder gelangen zehn Punkte in Serie (wobei sogar noch zwei Freiwürfe ungenutzt blieben), die auf 81:87 verkürzten. Da in dieser Sequenz auch noch der reboundstarke Sengfelder mit fünf Fouls ausgeschieden war, durfte man bei einer Restspielzeit von 2:13 Minuten sogar noch einmal von aufkommender Spannung sprechen. Damit war es jedoch schon 36 Sekunden später wieder vorbei, nachdem die Bamberger durch einen Dreier von Tyler Larson und ein Dreipunktespiel von Chase Fieler zum 93:81 zugelegt hatten.

Durchgehend auffälligster Spieler im Medi-Team war Center Dererk Pardon mit guter Chancenverwertung, auch wenn bei den Freiwürfen (3/8) sogar noch mehr möglich gewesen wäre. Osvaldas Olisevicius hatte gute Szenen beim Tempospiel, während bei Frank Bartley die Trefferquote schwankte (4/11 aus dem Feld, 8/11 Freiwürfe).

Statistik

Brose Bamberg: LOCKHART (13 Punkte / 22:52 Min. Einsatzzeit), Blakes (17 / 21:54), Plescher, FIELER (14 / 22:10), Ogbe (10 / 21:56), VITALI (0 / 20:22), Odiase (2 / 9:46), Hundt (13 / 11:08), Sengfelder (11 / 20:25), KRAVISH (8 / 20:35), Grüttner Bacoul, LARSON (10 / 28:52); Feldwurfquote: 34/63 (54, Prozent), davon 11/31 Dreier (35,5 Prozent): Lockhart (3/6), Blakes (3/7), Sengfelder (2/4), Hundt (1/1), Larson (1/3), Chase (1/4); Freiwürfe: 19/21 (90,5 Prozent); Rebounds (27 defensiv, 10 offensiv (Sengfelder 3/4); Assists: 19 (Larson 8).

Medi Bayreuth: PARDON (21 / 25:23), Wenzl (3 / 4:53), Woolridge (3 / 19:00), Jalalpoor (2 / 24:28), BRUHNKE (0 / 18:45), DORETH (8 / 23:19), Seiferth (0 / 13:02), TIBY (12 / 20:33, BARTLEY (17 / 28:58), Olisevicius (18 / 21:39); Feldwurfquote: 26/54 (48 Prozent), davon 7/19 Dreier (37 Prozent): Olisevicius (2/2), Doreth (2/4), Wenzl (1/1), Tiby (1/3), Bartley (1/5); Freiwürfe: 25/38 (66 Prozent); Rebounds: 18 defensiv, 6 offensiv (Pardon 5/1); Assists: 15 (niemand mehr als 3).