81:61 gegen Groningen Nur kurze Phasen mit Problemen

Medi Bayreuth wird auch in der zweiten Gruppenphase des Fiba-Europe-Cups vertreten sein. Die vorzeitige Qualifikation dafür gelang souverän mit einem 84:61-Sieg gegen Donar Groningen aus den Niederlanden.

Basketball - Souverän hat Medi Bayreuth die zweite Phase des Fiba-Europe-Cups erreicht. Den dafür nötigen zweiten Platz in der Gruppe A brachte der Bundesligist am Mittwochabend vor 975 Zuschauern in der Oberfrankenhalle mit einem 84:61 (44:36)-Sieg gegen Donar Groningen vorzeitig unter Dach und Fach. Ob es auch noch für den Gruppensieg reicht, entscheidet sich am kommenden Mittwoch zum Abschluss dieser Runde gegen die noch ungeschlagenen London Lions. Dafür müssen die Bayreuther aber nicht nur gewinnen, sondern auch noch im direkten Gesamtvergleich die 81:91-Niederlage aus dem Hinspiel wettmachen.

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Dass sich die Bayreuther gegen Donar Groningen durchsetzen würden konnte man schon nach knapp drei Minuten erahnen. Das lag nicht nur am 9:0-Zwischenstand, sondern vor allem an der Überlegenheit, mit der er zustande gekommen war. Während das Medi-Team neben einem Dreier drei fast mühelos wirkende Korbleger herausgespielt hatte, waren die Gäste aus den Niederlanden bis dahin lediglich zu einem aussichtsreichen Abschluss gekommen.

Nur kurze Phasen mit Problemen

Anzeichen von aufkommenden Schwierigkeiten für das Medi-Team waren im weiteren Verlauf meist nur von kurzer Dauer. Ein erstes Beispiel war beim 14:3 (5.) die Einwechslung des in den letzten Wochen verletzten Topscorers der Gäste, Lotanna Nwogbo. Der wuchtige Power Forward machte sofort Eindruck mit einem Dunking, einem Ballgewinn und einem Assist in Folge, veränderte das Spiel dann aber doch nicht nachhaltig. Bis zum 41:23 (17.) wuchs der Vorsprung der Bayreuther weiter stetig an, ehe sie in den letzten dreieinhalb Minuten vor der Halbzeitpause ihre längste Durststrecke verzeichneten. Als die Gäste ihre Verteidigung mehr auf die Zone konzentrierten und eher mal einen Distanzwurf zuließen, gelang ihnen ein 13:3-Lauf. Einziger Bayreuther Korberfolg in dieser Phase war bezeichnender Weise ein Dreier von Terry Allen zum 44:31.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Bayreuther aber auch dieses Problem überwunden und führten schnell wieder beständig mit zweistelligem Abstand. Daran änderte sich auch nichts, als der erneut überzeugende Kevin Wohlrath (5/6 Würfe) kurz nach seinem Dreier zum 55:41 leicht humpelnd ausgewechselt wurde und nicht mehr aufs Feld zurückkehrte. Auch die Foulbelastung der Center, die schließlich im fünften von Andreas Seiferth gipfelte (33.), Nachteile bei den Rebounds und phasenweise nachlassende Konzentration an beiden Enden des Feldes veränderten den Spielverlauf immer nur geringfügig und kurzzeitig. In den letzten fünf Minuten brachte das Medi-Team die Überlegenheit dann auch noch deutlicher im Ergebnis zum Ausdruck, als ein 15:0-Lauf vom 69:57 zum 84:57 gelang.

Statistik

Medi Bayreuth

Anim (11 Punkte / 24:54 Min. Einsatzzeit / Plus-Minus-Bilanz: 12), THORNTON (13 /32:29 / 11), WOHLRATH (12 / 16:27 / 16), Bruhnke, Doreth (4 / 21:02 / 8), SEIFERTH (4 / 20:57 / 1), Sanders (0 / 2:53 / 1), ALLEN (15 / 31:20 / 20), Sajus (7 / 19:03 / 22), WELLS (18 / 30:55 / 24); Feldwurfquote: 32/61 (52 Prozent), davon 12/25 Dreier (48 Prozent): Thornton (3/7), Allen (3/7), Wells (2/2), Wohlrath (2/3), Doreth (1/2), Anim (1/3); Freiwürfe: 8/13 (62 Prozent); Rebounds: 26 defensiv, 4 offensiv (Seiferth 8/0, Sajus 6/1); Assists: 17 (Wells 7); Effektivität: 99 (Wells 26, Allen 22, Sajus 13, Wohlrath 13).

Donar Groningen

Ingram (6 Punkte), WILLIAMS (9), Adetunji (0), EGEKEZE (8), KOENIS (2), Brandwijk (4), CARUSO (13), Nwogbo (6), Roorda (0), Zuidema (0), ADDISON (13); Feldwurfquote: 24/58 (41 Prozent), davon 6/16 Dreier (38 Prozent): Williams (3/4), Caruso (1/2), Egekeze (1/3), Addison (1/4); Freiwürfe: 7/11 (64 Prozent); Rebounds: 27 defensiv, 10 offensiv (Caruso 5/4, Nwogbo 8/0); Assists: 15 (Williams 5); Effektivität: 61 (Caruso 14, Williams 11).

SR: Perlic (Kroatien), Zacharis (Griechenland), Blahout (Tschechien); Zuschauer: 975.

Stationen: 14:3 (4.), 20:7 (8.), 24: 11 (1. Viertel), 32:15 (14.), 41:23 (17.), 41:31 (18.), 44:36 (Halbzeit), 46:39 (21.), 55:41 (24.), 57:47 (26.), 66:49 (3. Viertel), 69:57 (35.), 84:57 (39.), 84:61 (Ende).

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