Medi-Niederlage 80:82 gegen Göttingen

Die Treffsicherheit von Osvaldas Olisevicius (Nr. 31) schien lange Zeit ein Garant für den Bayreuther Sieg sein zu können. Am Ende reichten aber selbst die 26 Punkte des Litauers nicht. Foto: / Peter Kolb

Ärgerlicher Rückschlag für Medi Bayreuth in der Basketball-Bundesliga: Die Chance auf einen soliden Mittelplatz mit Playoff-Perspektive wurde durch eine 80:82-Heimniederlage gegen die BG Göttingen vorerst verpasst.

Basketball - Mit einer Enttäuschung hat Medi Bayreuth die erste Hälfte der Bundesligasaison abgeschlossen. Nach zuvor zwei Siegen in Folge ging gestern Abend das Heimspiel gegen die BG Göttingen mit 80:82 (34:38) verloren. Somit muss die Mannschaft von Trainer Raoul Korner nun aus einer weniger gefestigten Position heraus den schwierigen Doppeleinsatz am kommenden Wochenende in Angriff nehmen, wenn sie am Freitag bei Alba Berlin antreten muss und am Sonntag die Baskets Oldenburg zu Gast hat.

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Trotz des befürchteten Ausfalls von Kapitän Bastian Doreth sah es anfangs sogar nach einem klaren Sieg für das Medi-Team aus, denn nach viereinhalb Minuten stand es 15:3. Neben einer starken Gesamtleistung in der Verteidigung, aus der Dererk Pardon im gesamten Spiel noch herausragte, war vor allem Osvaldas Olisevicius dafür verantwortlich. Zu diesem frühen Zeitpunkt hatte der Litauer schon elf Punkte gesammelt, und bei Halbzeit waren es 17.

Noch im ersten Viertel begann sich aber bereits das Fehlen von Doreth auszuwirken, denn nach den ersten Wechseln hatten die Göttinger im Spielaufbau mehr Alternativen zu bieten. Während das Bayreuther Spiel ohne den durchaus überzeugenden Lazaric Jones unsicherer wurde, brachte Rihards Lomazs bei den Gästen sogar eher noch zusätzliche Impulse von der Bank.

Einige vermeidbare Bayreuther Fehler in Folge führten daher von der 32:24-Führung zum Pausenrückstand, was Trainer Raoul Korner am Ende als eine wegweisende Phase hervor hob: „Da haben wir mehrfach ohne Not den Ball weggeschmissen und damit Göttingen überhaupt erst ins Spiel gebracht.“

Danach konnte sich keine Mannschaft mehr nennenswert absetzen, und die Führung wechselte zeitweise mit jedem Ballbesitz.Die Göttinger verstärkten allmählich ihre Wirkung unter dem Korb, zunächst durch den enorm athletischen Aubrey Dwakins und dann zunehmend durch den anfangs gut abgeschirmten Center Tai Odiase. Dazu trug auch das fünfte Foul von Andreas Seiferth (30.) bei, obwohl Pardon die Center-Rolle auch als Einzelkämpfer noch gut ausfüllte. Beim 77:70 gelang dem Medi-Team sogar die höchste Führung der zweiten Halbzeit, doch in der hart umkämpften Endphase setzten die Gäste 18,7 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Treffer durch Harper Kamp – nach mehreren Rebounds.

Medi Bayreuth: PARDON (9 Punkte), Wenzl, Jalalpoor (2), Seiferth (6), JONES (13), TIBY (7), Krug, WALKER (8), Bartley (9), OLISEVICIUS (26).

BG Göttingen: BOOKER (0), Weidemann (2), NELSON (14), Vargas (2), Onwuegbuzie, Kramer (0), Omuvwie, Lomazs (18), Mönninghoff (0), KAMP (4), ODIASE (22), DAWKINS (20).

Stationen: 15:3 (5.), 18:17 (9.), 20:17 (1. Viertel), 26:19 (13.), 32:24 (16.), 32:34 (18.), 34:38 (Halbzeit), 39:45 (23.), 46:45 (24.), 54:53 (27.), 56:60 (29.), 64:65 (3. Viertel), 77:70 (36.), 78:78 (38.), 80:80 (39.), 80:82 (Ende).

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