49-jährige Volkswirtin war drei Jahre lang Abteilungsleiterin bei der IHK Köln Christi Degen soll IHK-Chefin werden

Von Roland Töpfer
 Foto: red

Eine Frau soll an die Spitze der IHK für Oberfranken in Bayreuth rücken: Das Präsidium wird der Vollversammlung am 30. Juni Christi Degen als neue Hauptgeschäftsführerin vorschlagen, ergaben Recherchen dieser Zeitung.

 
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Die 49 Jahre alte Diplom-Volkswirtin hatte im Februar 2010 bei der Kölner IHK die Geschäftsführung der Abteilung Industrie, Volkswirtschaft, Innovation und Umwelt übernommen, die sie bis 2013 ausübte. Danach arbeitete Degen als Geschäftsführerin der F.A.Z. Executive School (Frankfurt), ein auf Weiterbildung für Top-Führungskräfte ausgerichtetes Tochterunternehmen der F.A.Z. GmbH.

Christi Degen begann ihre berufliche Karriere 1991 als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität zu Köln. Von 1994 bis 1999 leitete sie das Zentrum für Internationale Beziehungen an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Uni. Weitere sechs Jahre war sie Programmdirektorin des internationalen Netzwerks Community of European Management Schools (CEMS), bevor sie 2005 als Direktorin an das Zentrum für Internationale Beziehungen zurückkehrte.

Degen tritt neuen Job voraussichtlich im August an

Ihren neuen Job in Bayreuth könnte Degen - die Zustimmung der Vollversammlung vorausgesetzt – am 1. August antreten. Für die Nachfolge von Georg Schnelle, der die IHK bis letzten Sommer führte und mittlerweile kaufmännischer Leiter der IHK in Augsburg ist, hatte es 170 Bewerbungen gegeben.

Bis in den engen Kreis der vier Top-Kandidaten hatte es auch die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin Gabriele Hohenner geschafft. Die fachlichen und menschlichen Qualitäten der internen Bewerberin werden breit geschätzt.

Das achtköpfige Präsidium hatte Ende Mai die Entscheidung über den Personalvorschlag für die Vollversammlung noch einmal um eine Woche vertagt. Die Bewerber, damals zwei Frauen und zwei Männer, seien alle auf Augenhöhe, hatte Präsident Heribert Trunk dem Kurier auf Anfrage mitgeteilt. Es gebe mehrere, die man nehmen könnte, sagte er damals. Namen wollte er nicht nennen.

Die Vollversammlung wird dem Vorschlag des Präsidiums auf ihrer Sitzung am 30. Juni in Bamberg voraussichtlich folgen. Theoretisch können an diesem Tag aber auch weitere Bewerber in den Ring steigen.

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