41.000 Euro Drei große Spenden von „Bayreuth boostert“

Bei einem kleinen Helferfest wurden die Spenden aus der Impfaktion „Bayreuth boostert“ überreicht. Anne Wayand (rechts) freute sich über 18.500 Euro von Marco Wölfel (Fünfter von rechts), Dominik Schultes übergab die gleiche Summe an Ingrid Heinritzi-Martin (beide daneben). 4000 Euro gab’s von Jens Landwehr (knieend) für Christian Schuh (Dritter von links) und Thomas Ruhland (vorn daneben). Foto: Stefan Schreibelmayer

Die Initiatoren der Sonderimpfaktion „Bayreuth boostert“ hatten es im Dezember schon angekündigt. Alles ehrenamtlich, die komplette gesetzlich festgeschriebene Vergütung der Impfungen wird gespendet. Jetzt war es soweit: 37.000 Euro gingen zu gleichen Teilen an die Tafel und das Heilpädagogische Zentrum (HPZ). Über weitere 4000 Euro durfte sich der Serviceclub Roundtable 98 Bayreuth freuen.

Ingrid Heinritzi-Martin und Anne Wayand kamen aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus. Schecks über jeweils 18.500 Euro bekamen die Vorsitzende der Tafel und die Leiterin der Dr.-Kurt-Blaser-Schule im Heilpädagogischen Zentrum bei einer kleinen Helferfeier im Innenhof des Ärztehauses in der Hugenottenstraße in St. Georgen symbolisch überreicht.

Dort hatte die federführend von den Ärzten Marco Wölfel und Dominik Schultes organisierte Impfaktion Mitte Dezember stattgefunden. Bestens organisiert dank rund 60 Helfern, von der Feuerwehr St. Georgen über mehrere Arztpraxen und zwei Apotheken bis hin zur im Haus befindlichen Filiale der Bäckerei Schatz, die für die Verpflegung gesorgt hatte, so Kardiologe Schultes im Gespräch mit dem Kurier.

Zwei kurze Anrufe

Kinderarzt Wölfel lobte nochmals ausdrücklich die insgesamt gute Organisation und auch die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt, konnte über die Behörde aber auch eine kleine Schmonzette beisteuern. Als er dort im Vorfeld angekündigt habe, man wolle an einem Tag 1000 Bayreuther mit dem Moderna-Impfstoff impfen, habe es geheißen: „So viele Impfdosen bekommen sie nie zusammen.“ Grinsend sagte er jetzt: „Es war dann wirklich sehr schwer. Zwei Anrufe bei der Apotheke St. Georgen und der Bayreuther Apothekengemeinschaft, jeweils 90 Sekunden lang, und wir hatten die Zusage, dass sie uns die Menge besorgen können.“

1094 Impfungen

Am Ende des Tages waren es sogar 1094 Impfungen. Was nur möglich war, weil über weite Strecken der zehnstündigen Aktion zwei Impfungen pro Minute geschafft wurden. Und das ohne nennenswerte Wartezeiten.

Die Nutznießer bedankten sich herzlich für die außergewöhnlich hohen Spendensummen. Ingrid Heinritzi-Martin erzählte, dass sie ihr Kassier ganz aufgeregt angerufen und gefragt habe, ob das denn seine Richtigkeit mit dem vielen Geld auf dem Konto habe. Dieses könne die Tafel sehr gut gebrauchen. Allein schon, weil auch hier die Kosten gerade explodierten, etwa beim Kraftstoff für die Fahrzeuge, mit denen Helfer die Supermärkte oder Bäckereien abfahren, um die noch gut brauchbaren Lebensmittel einzusammeln.

Zudem fürchte sie, dass die Spendenbereitschaft der Bevölkerung mit den überall stark steigenden Preisen schon bald nachlassen könnte. „Dann können wir von einem Teil des Geldes auch selber Lebensmittel für unsere Kunden besorgen.“

Geld für Teilhabe

Auch Anne Wayand vom HPZ weiß schon, wofür sie den Geldsegen verwenden will: „Wir werden unter anderem ein weiteres Kommunikationssystem mit Touchscreen anschaffen, das uns dabei hilft, die Teilhabe für Kinder mit Handicap zu gewährleisten.“

Jens Landwehr von der Apotheke St. Georgen überreichte an Thomas Ruhland und Christian Schuh von Round Table weitere 4000 Euro, die in die bundesweite Aktion Weihnachtspäckchen-Konvoi fließen. Das Geld stammt aus der Ausstellung der Impf-Zertifikate an dem Tag.

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