Handball - Mit einer sensationellen Leistung hat der THW Kiel zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte die Champions League gewonnen. Zum verspäteten Abschluss der Saison 2019/20 gewann der Deutsche Meister gestern Abend in Köln mit 33:28 (19:16) gegen den favorisierten FC Barcelona, der im Halbfinale gegen Paris Saint-Germain klarer als erwartet mit 37:32 gewonnen hatte. Dabei überraschte nur einen Tag nach dem Kraftakt im Halbfinale gegen Veszprem (36:35 n.V.) vor allem die Souveränität des kleinen Kieler Kaders gegen den spanischen Serienmeister, der in der laufenden Champions-League-Saison noch kein einziges Spiel verloren hat – und in der heimischen Liga schon gar nicht. Nur beim 2:3 lag der THW ein einziges Mal im Rückstand.

Beide Mannschaften waren mit ähnlichen Spielanlagen ins Rennen gegangen: Beide suchten das Tempo und hatten im Positionsangriff gute Szenen beim Spiel über den Kreis, das zu den meisten Siebenmetern führte. Dank der etwas besseren Abwehr- und Torwartleistung behaupteten die Kieler aber vom 6:4 (9.) eine beständige Führung mit einem bis zwei Toren. Kurz waren es beim 13:9 (19.) sogar mal vier, aber dann folgten sofort drei Gegentreffer. Andererseits antworteten auch die Kieler auf den einzigen Ausgleich beim 15:15 (27.) mit einer starken Phase zum Ende der ersten Halbzeit.

Nach der Pause vergrößerte Niklas Landin den Vorsprung im Vergleich der Torhüter und garantierte eine stetige Führung von drei bis fünf Toren. Neben den erfolgreichsten Torschützen Niclas Ekberg (8/6) und Sander Sagosen (7) leistete Steffen Weinhold (5) mit vielen klugen Entscheidungen einen sehr wertvollen Beitrag.

Spiel um Platz drei: Paris SG – HC HC Veszprem 31:26.