300 Jahre Bocksbeutel Wer hat’s erfunden? Die Franken

Bayerns Norden hat viel mehr zu bieten als Tourismus und Kulinarik.

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Die können’s einfach, die Franken. Das „Jubiläum“ des kultigen und vor 300 Jahren erstmals erwähnten Bocksbeutels beweist es: eine Marketing-Idee für ein Alleinstellungsmerkmal, bis heute Früchte tragend. Wie auch viele andere Impulse, die aus dem Norden Bayerns kommen: Franken braucht sich wahrlich nicht zu verstecken, was Innovationen angeht. Ob beim Wein, bei der Bier-Brauerei oder der erst jüngst hinzugekommenen Whisky-Produktion – Franken spielt eine bedeutende Rolle in Europa, was feinste handwerklich hergestellte Produkte angeht.

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Dürer und Cranach

Das alles hat natürlich eine lange Tradition: Die Franken, allen voran Albrecht Dürer und Lukas Cranach d. Ä. setzten maßgebliche Impulse für die Malerei. Der zugezogene Franke Richard Wagner beeinflusste die heutige Oper stilprägend. Und der Staffelsteiner Adam Ries gilt als Pionier des modernen Rechnens.

Womit wir uns schon längst in Oberfranken befinden: Die Erfindung des Papier-Taschentuchs, des Kühlschranks oder des Feuerzeuges wären ohne maßgebende Ideen aus der Region nicht denkbar. Erwähnt werden sollten neben dem Bocksbeutel ganz sicher auch die (Rolex-)Uhr und die (Levis-)Jeans. Franken ist halt nicht nur eine wunderschöne Urlaubsregion, sondern auch das Land der Erfinder und Tüftler. Seite 3

thoralf.lange@verlagsgruppe-hcsb.de