Millionen-Projekt in Schnabelwaid Auf Kinder und Erzieherinnen wartet ein Schmuckstück

Mit einem symbolischen Spatenstich gaben dies Honoratioren den Startschuss für den Neubau des Kindergartens. Foto: Ralf Münch

Beim Spatenstich für den neuen Kindergarten freuen sich alle über das „Leuchtturmprojekt“

Schnabelwaid - Für Schnabelwaid ist der Neubau des Kindergartens ein großes Ereignis, zumal die Marktgemeinde dafür ordentlich Geld in die Hand nimmt. Bürgermeister Hans-Walter Hofmann sprach beim obligatorischen Spatenstich deshalb von einem „Leuchtturm-Projekt“ und einem „erfreulichen Anlass im Dorfleben“.

Die Corona-Pandemie hatte den Beginn ein wenig verzögert, aber seit Mitte vergangener Woche sind schwere Maschinen dabei, das Grundstück für den Baubeginn vorzubereiten. Die Kosten für den Kindergarten-Neubau sind mit rund 3,3 Millionen Euro veranschlagt. „Nicht zuletzt die gute Zuschusslage von Freistaat und der Regierung von Oberfranken ermöglichen uns die Umsetzung“, sagte Bürgermeister Hofmann. Der alte Kindergarten sei nicht erweiterungsfähig gewesen, eine Neuausrichtung deshalb nötig geworden.

Insgesamt 80 Kinder sollen im neuen Kindergarten Platz finden: Zwei Kindergartengruppen, zwölf Krippe-Kinder und 18 Hort-Kinder. „Wie die Kinder können wir es kaum erwarten“, sagte Kindergarten-Leiterin Carola Brenner, die wie Ortspfarrerin Barbara Meister-Hechtel und Pfarrerin Nicole Peter als Vertreterin für den Träger, die evangelische Kirche, gekommen war. „Es wird ein großer Bezugspunkt für den Ort“, sagte Pfarrerin Peter. „Wir freuen uns für die Kinder, das Personal und die Familien.“

Auch Architekt Bruno Hauck (Bayreuth) sparte nicht mit Lob. Es sei schön zu sehen, wenn ein Ort wächst, sagte er. „Der Kindergarten habe eine herrliche Lage am Ortsrand, was eine gute Entwicklung der Außenflächen ermöglicht.“ Letzteres sei aufgrund der begrenzten Fläche in einer Innenlage nicht bei jedem Kindergarten möglich.

„Wir freuen uns, dass es losgeht“, sagte Bürgermeister Hofmann, der auf der Baustelle auch Ingenieur Heiner Pargent (Bayreuth), Wilhelm Bauer vom Bauunternehmen Bauer (Erbendorf), zweiten Bürgermeister Dietmar Hemm und die Marktgemeinderäte Stefan Kiefhaber und Claudia Rabe-Warber begrüßen konnte. Die Corona-Pandemie lasse einen feierlichen Spatenstich leider nicht zu. „Häppchen und Sekt gibt es dann beim Richtfest“, versprach Hoffmann.

Der Kindergarten hat eine Nutzfläche von 1100 Quadratmetern und eine Gesamtfläche von 6600 Quadratmetern. Geplant ist ein zweischenkeliges Gebäude mit unterschiedlichen Höhen. „Das ist so ähnlich wie gewürfelt. Man könnte es als Bauklötzespiel bezeichnen“, beschrieb Architekt Bruno Hauck seine Planung in der September-Sitzung des Marktgemeinderates im vergangenen Jahr. Als weitere Besonderheiten beinhalte der Bau einen runden Mehrzweckraum und ein Kinder-Bistro mit Küche, wo die Kinder unter Anleitung kleine Gerichte zum Beispiel mit Gemüse oder Obst aus dem eigenen Garten zubereiten könnten. Dieser könnte im großzügigen Außenbereich des Kindergartens angelegt werden.

In einem ersten Schritt wird nun der Außenbereich vorbereitet. Die Humusschicht wird abgetragen und auf der Fläche zwischengelagert; später wird sie für die Gestaltung der Kindergarten-Außenfläche wiederverwendet. Außerdem muss ein leicht abschüssiger Teilbereich angeglichen werden. Bis Ende dieses Jahres soll der Rohbau samt Fenster stehen, dann folgt der Innenausbau.

Läuft alles nach Plan, hofft Bürgermeister Hofmann, dass der Neubau zu Beginn des Kindergartenjahres im September 2022 fertiggestellt ist.

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