26:30 gegen Leipzig II Haspo-Aufholjagd bleibt vergeblich

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Viel Verantwortung übernahm Stefan Wopperer (am Ball) vor allem in der zweiten Halbzeit Foto: Peter Kolb

Auch im vierten Drittliga-Spiel der Handball-Saison blieb Haspo Bayreuth ohne Punktgewinn. Gegen die überzeugende zweite Mannschaft des Bundesligisten DHfK Leipzig gab es eine Heimniederlage mit 26:30 (13:16).

Mit weiterhin erheblich geschwächtem Aufgebot (ohne die verletzten Paul Saborowski und Tobias Gretsch im Rückraum sowie den studienbedingt abwesenden Torwart Tizian Braun) präsentierten sich die Bayreuther weitaus besser als zuvor in Hildesheim. Der Spielverlauf entwickelte sich ähnlich wie bei den ersten beiden knappen Niederlagen. Wieder gerieten die Gastgeber früh in Rückstand (1:4/7.) und mussten dann ständig zwei bis vier Toren nachlaufen. Mit viel Einsatz hielten sie den Anschluss, aber die Leipziger mit dem starken Spielmacher Jonas Hönicke und dem ebenfalls Bundesliga-erfahrenen Mika Sajenev am Kreis (je vier Tore) kamen leichter zu ihren Toren und hielten den Abstand.

In der zweiten Hälfte schien der Kampfgeist und der große Aufwand der Bayreuther belohnt zu werden, als mit einem Treffer von Torwart Robin Hennig und einem Doppelschlag des nun sehr auffälligen Stefan Wopperer der Ausgleich zum 20:20 gelang (44.). Letztlich blieb der unermüdliche Kampf gegen den Rückstand jedoch vergeblich, weil die Zahl der technischen Fehler höher blieb als beim Gegner und die Gäste das konsequent zu Gegenstößen nutzten. Dabei avancierte ihr Linksaußen Moritz Schwock zum erfolgreichsten Torschützen (6). Noch beim 25:26 (51.) hatte Haspo reelle Chancen, aber als am Ende unter Zeitdruck immer schnellere Abschlüsse nötig wurden, hatte das keinen Erfolg mehr. Gästetrainer Enrico Henoch hob hervor, dass sein junges Team den Vorsprung abgezockt ins Ziel brachte: „Hier ist es immer schwer, zu gewinnen.“ Haspo-Trainer Mathias Bracher erinnerte daran, dass die knappen Spiele in der Vorsaison glücklicher verliefen: „Da haben wir kein Spiel in den letzten fünf Minuten verloren.“

Aber es gab auch positive Erkenntnisse im dezimierten Kader. Junge Spieler wie Oskar Eule, Anton Beck und Timo Böker nutzten die Gelegenheit, Verantwortung zu übernehmen. Das 17-jährige Eigengewächs Böker verwandelte in der ersten Halbzeit sechs Siebenmeter ohne Fehlwurf, ehe seine Serie nach der Pause riss. Linkshänder Eule machte nach Knieproblemen sein erstes Spiel mit vollem Einsatz für Haspo und zeigte im rechten Rückraum gute Aktionen.

Linksaußen Sven Goeritz brachte nach dem Spiel die Stimmung bei Haspo auf den Punkt: „Es hilft ja nichts, wir trainieren jetzt wieder mit vollem Einsatz, und dann werden die Siege auch kommen.“ Haspo Bayreuth: Hennig (1), Plötz – Beck (1), Nicola (1), Böker (6/6), Ruoff (3), Berthold (1), S. Berghammer, Dittmar, Elschner (1), Meyer-Siebert, Wopperer (6), Goeritz (3), Klima (1/1), Eule (2).

 

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