Gegen relativ schwache Gastgeber war dafür allerdings keine Galavorstellung nötig. Vielmehr reichte der Mannschaft der Trainer Michael Werner und Marc Brückner eine durchschnittliche Leistung zur soliden Pflichterfüllung mit dem Gewinn der ersten Punkte nach dem Jahreswechsel. Die Bayreuther hielten damit Anschluss an das Spitzenduo, das am kommenden Wochenende vor höheren Hürden stehen dürfte als Haspo im Heimspiel gegen Schlusslicht TuS Fürstenfeldbruck II (Samstag, 19.30 Uhr).

Obwohl die Bayreuther reihenweise Chancen liegen ließen – unter anderem zwei Siebenmeter – und häufig am glänzend aufgelegten Markus Leikauf im Rimparer Tor scheiterten, war ihre 10:6-Führung zur Pause komfortabel. Nach einem 5:1-Start hatten sie bis dahin immer mit mindestens drei Toren in Führung gelegen, obwohl die Statistik insgesamt 20 Fehlwürfe auswies. Der Vorsprung war somit hauptsächlich der Haspo-Abwehr zu verdanken, die sich im Gegensatz zum Angriffsspiel stabil auf gutem Niveau präsentierte. Gegen die offensive 3-2-1-Formation hatte es die junge Zweitligareserve sichtlich schwer, spielerische Lösungen zu kreieren.

Nach dem Seitenwechsel erzielten die Gastgeber den ersten Treffer, aber Haspo ließ drei Tore folgen, die beim 13:7 erstmals für richtig klare Verhältnisse sorgten. In der Folge hielt die Bayreuther Mannschaft das Heft des Handelns fest in der Hand, zumal sie sich wieder auf einen guten Rückhalt im Tor verlassen konnte, diesmal in Person von Robin Hennig. Bis zehn Minuten vor Schluss hielt Haspo den deutlichen Vorsprung, und mit dem verwandelten Siebenmeter von Daniel Luber zum 21:14 (50.) war praktisch schon der Deckel drauf. Auch das letzte Aufbäumen der Rimparer mit drei Toren zum 17:21 konnte die rund 20 Haspo-Schlachtenbummler in der spärlich besetzten Halle nicht mehr beunruhigen. Die Bayreuther antworteten ihrerseits mit vier Treffern zum bis dahin höchsten Abstand von 25:17. Am Ende stand ein klarer Sieg, der bei besserer Chancenverwertung noch höher hätte ausfallen können.

Trainer Michael Werner ordnete den Erfolg nach dem Spiel nüchtern ein: „Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden, aber wir wissen auch, dass wir noch vieles besser hätten machen können. Wichtig ist zunächst einmal, dass die Männer die passende Reaktion auf die jüngste Enttäuschung gezeigt haben.“ Man werde sich nun ebenso konzentriert auf die Begegnung mit TuS Fürstenfeldbruck II vorbereiten, auch wenn schon das Hinspiel auswärts klar mit 38:28 gewonnen worden ist. Schließlich geht es nicht nur um zwei weitere Pflichtpunkte, sondern auch um das Selbstvertrauen für die danach folgende schwierige Aufgabe beim Ex-Drittligisten HSC Coburg II (2. Februar).⋌ds

Haspo Bayreuth: Hennig, Tornow – Nicola (3/1), Baldauf, Schreibelmayer (4), Neumann (1), Berthold (2), Klima, Luber (3/2), Saborowski (3), Elschner (6), Meyer-Siebert (2/1), Wopperer (1), Goeritz (1).