25 Jahre Partnerschaft Brücken, die noch heute tragen

HEINERSREUTH. Heiß her geht es bei der Silberhochzeit von Heinersreuth und Schwarzkollm in der Lausitz am Freitagabend im Kastaniengarten. Die Ventilatoren im Saal laufen auf Hochtouren und werden der schwülen Luft dennoch kaum Herr. Umso mehr genießen alle Gäste den Aufenthalt im Biergarten nach dem Ende des offiziellen Teils bei Sau am Spieß.

Doch davor schwelgen die Gäste gemeinsam mit den Heinersreuthern in Erinnerungen an die Anfänge dieser 25-jährigen Gemeindepartnerschaft. Die beiden Gemeindefahnen hängen an der Bühne, und die Musik spielt, als die Gäste aus der Lausitz mit dem Bus eintreffen. Bürgermeisterin Simone Kirschner begrüßt vor allem die frühere Bürgermeisterin Gertrud Winzer, die es sich nicht hatte nehmen lassen, dabei zu sein. Ebenso in der Runde: Altbürgermeister Arnold Gebelein, während dessen Amtszeit die Partnerschaft besiegelt wurde, und „der Küfners Karl“, damals Vorsitzender der Heinersreuther Feuerwehr.

Die Chemie hat gestimmt

Denn begonnen hatte alles kurz nach dem Mauerfall, als sich der Spielmannszug Schwarzkollm nach einem vergleichbaren musikalischen Zug der Feuerwehr im Landkreis Bayreuth umsah. Auf Vermittlung des damaligen Landrats Klaus-Günter Dietel entstanden dann die ersten Kontakte. Und bald stellte sich heraus: „Die Chemie hat gestimmt und stimmt auch heute noch,“ lobt Kirschner. „Die ersten, die sich hier die Hände reichten, haben gute Brücken gebaut, die noch heute tragen.“ Das sagt auch Klaus Winzer, Sohn der Altbürgermeisterin, der an diesem Abend an unzählige Begegnungen erinnert. Auch daran, dass der Start in der Gemeinde ein holpriger war. Die Kontakte zum Spielmannszug und zur Feuerwehr bestanden bereits. 1991 war die erste größere Abordnung der Heinersreuther Wehr samt Spielmannszug beim Jubiläum in Schwarzkollm.

Überzeugungsarbeit

Die Gemeinderäte standen einer Gemeindepartnerschaft aber zunächst ablehnend gegenüber. Gebelein musste Überzeugungsarbeit leisten, ehe dann am 25. November 1993 der offizielle Akt vollzogen wurde.

Private Kontakte und Freundschaften

Mit dem Bau der Krabatmühle, auch eine Initiative von Gertrud Winzer, kamen dann unzählige Heinersreuther auch zum Helfen nach Schwarzkollm. In der Zeit entwickelten sich viele private Kontakte und Freundschaften. Es gab Ausflüge der Vereine, der Kirchengemeinde und mancher Organisationen. Und dabei ist die Jugend immer mit eingebunden. Auch das zeigt sich beim Festakt im Kastaniengarten. Der Jugendclub Schwarzkollm schickt seine Vertreter, die Landjugend Cottenbach-Unterkonnersreuth begeistert mit Tänzen in fescher Tracht.

Gastgeschenke

Simone Kirscher enthüllt gemeinsam mit Gertrud Winzer das Silberhochzeits-Geschenk der Heinersreuther: ein hölzerner Rabe, der im Hof der Krabatmühle seinen Platz finden wird. Und im Gegenzug gibt es das Patengeschenk aus Schwarzkollm: ein massiver Tisch samt Sitzbänken, der an das Jubiläum erinnern soll. Kirschner: „Der wird seinen Platz vor dem Rathaus finden.“

 

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