22:31 gegen Bernburg Haspo-Bruchlandung nach Höhenflug

Redaktion

Zwei Gesichter hat Haspo Bayreuth in der 3. Handball-Liga gezeigt. Gegen den SV Anhalt Bernburg lagen die Gastgeber nach einem begeisternden Start mit 9:3 vor, doch am Ende enttäuschten sie mit einer klaren 22:31-Niederlage.

Die Bayreuther bleiben damit siegloses Schlusslicht der 3. Handball-Liga Ost und verpassten die Gelegenheit, den Anschluss zum rettenden zehnten Platz herzustellen. Dabei waren die Vorzeichen vor der Partie gut. Kapitän Paul Saborowski war wieder ins Training eingestiegen und konnte erstmals nach seiner Verletzung wieder auf dem Spielfeld mitwirken. Auch der mittlerweile 18-jährige Timo Böker war nach überstandener Krankheit wieder dabei.

Vor gut gefüllten Rängen machte der Start ins Spiel erst recht Hoffnungen auf den ersten Sieg. 5:1 stand es nach nur sieben Minuten. Tizian Braun im Tor begann sehr stark und parierte gleich einige freie Würfe. Im Übergang von der Abwehr in den Angriff wechselte Johannes Ruoff von außen auf die Rückraummitte, führte dort klug Regie und überzeugte vor allem mit guter Temposteuerung nach Ballgewinnen. Tom Elschner traf aus dem Rückraum und zeigte technische Finesse mit einem Rückhandanspiel an den Kreis. Paul Saborowski warf nach seiner Einwechslung bald sein Comeback-Tor. So hinterließ Haspo bis zum 9:3 (15.) einen begeisternden Gesamteindruck und hatte nach 22 Minuten beim 12:7 alles im Griff.

Kurz vor dem Ende der ersten Hälfte kam diese Leichtigkeit aber schon etwas ins Stocken. Zunächst war viel Pech dabei, als beispielsweise einmal der Ball beide Pfosten und die Latte berührte, ohne die Linie zu überqueren. Zudem verletzte sich Kreisläufer Maximilian Berthold am Knie und konnte nicht mehr weiterspielen. Saborowskis letzter Wurf landete dann auch noch um Sekundenbruchteile nach dem Pausensignal im Tor und zählte nicht mehr.

Als sich der Trend nach dem Seitenwechsel fortsetzte, wirkte Haspo dann mehr und mehr verunsichert. Nach sieben Minuten war die Führung beim 16:16 dahin, und dann folgte nach dem 18:20 (43.) ein vollkommener Zusammenbruch in allen Bereichen, der in acht Gegentoren in Folge zum 18:28 (55.) gipfelte. Die Abwehr hielt dabei anfänglich noch halbwegs stand, aber im Angriff wurde durch den immer wieder gleichen Fehlpass der Gegner regelrecht zum Gegenstoß eingeladen. Zudem landeten einige Würfe im Bernburger Block, oder wurden vom nun besser in die Partie kommenden bulgarischen Nationaltorwart Nikolay Petrov pariert. Hier machte sich bemerkbar, dass bei Haspo mit Tobias Gretsch ein erfahrener Rückraumschütze noch verletzt fehlt. Auch die Defensive litt unter dem Verlust von Berthold. Erfolgreichster Werfer bei Bernburg war Ante Simic (7) im linken Rückraum. Insgesamt war die Ausbeute der Gäste aber recht gut verteilt. Liga-Torschützenkönig Nico Richter erzielte vier Treffer, vergab aber seine beiden Siebenmeter.

Haspo Bayreuth: Braun, Hennig – Beck, Nicola (3), Böker (3/2), Ruoff (1), Berthold, Berghammer (1), Saborowski (2), Dittmar, Elschner (6), Meyer-Siebert (1), Wopperer (1), Goeritz (3), Klima, Eule (1).

 

Bilder