2:1 in Seligenporten Neudrossenfeld nun gegen Hallbergmoos um Aufstieg

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Auf dem Weg zum wichtigen Ausgleich: Mikel Seiter (am Ball) tanzte drei Seligenportener auf engstem Raum aus. Foto: Peter Mularczyk

Der TSV Neudrossenfeld schwimmt weiter auf der Bayernliga-Welle, und das Ufer zur Höherklassigkeit ist schon ganz nah.

Dank einer Leistungssteigerung nach der Pause gewann der Vizemeister der Landesliga Nordost nach dem 1:0-Heimsieg gegen den SV Seligenporten auch das Rückspiel in der Oberpfalz mit 2:1 (0:1). In der zweiten Runde der Relegation geht es für den TSV nun zunächst am Mittwoch erst wieder zu Hause und dann am Samstag beim VfB Hallbergmoos um den Aufstieg.

In Seligenporten mussten die Neudrossenfelder dafür aber Schwerstarbeit leisten. Denn der Tabellen-17. der Bayernliga Nord, der in die Landesliga runter muss, präsentierte sich diesmal wesentlich spielfreudiger, hatte in den ersten 45 Minuten das Heft in der Hand und zwang seinen Gegner oft in die Defensive. Schon in der dritten Minute musste TSV-Keeper Tobias Grüner reaktionsschnell sein, um einen platzierten Schuss von Damyan Opcin über die Latte zu lenken. Und etwas später (11.) verzog Christian Knorr nur um Zentimeter. Gegen den tückischen Aufsetzer von Justin Kussmann (13.) hatte er aber keine Chance, zumal ihm die Sicht versperrt war.

Gästeabwehr hält dicht

Der Bayernligist witterte nun Morgenluft und wollte unbedingt das 2:0, doch die Gästeabwehr hielt dicht. Der TSV hatte vor der Pause nur eine nennenswerte Gelegenheit – aber die war hochkarätig: Doch Bas Peeters (36.), der schon im Hinspiel einige gute Chancen liegen gelassen hatte, köpfte frei im Fünfmeterraum stehend neben den rechten Pfosten ins Toraus.

Wie ausgewechselt kehrte der Gast aus der Kabine zurück und wurde nun sicherer. Der verdiente Lohn: Der wendige Mikel Seiter tanzte drei Seligenportener auf engstem Raum aus und traf zum Ausgleich. „Zum Abschluss benötigte ich aber schon ein Quäntchen Glück“, kommentierte er seine Einzelleistung lapidar. Sein Tor traf die Klosterer ins Herz. Für einen weiteren Schlüsselmoment war dann noch Grüner zuständig. Knorr (65.) zog aus kürzester Entfernung vor ihm ab, mit einem spektakulären Reflex mit beiden Fäusten lenkte der TSV-Keeper den Ball über die Latte.

Eingewechselter Kolb trifft zum Sieg

Mit zunehmender Dauer musste der SV seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen, wurde müder und unkonzentrierter. Wogegen die Gäste die zweite Luft bekamen, und der kurz zuvor eingewechselte Stefan Kolb den kuriosen Siegtreffer erzielte. Fabian Möckel sah beim Einwurf die freie Gasse, Kolb (86.) nahm den Ball im Lauf geschickt mit und haute ihn rein. Das war’s und der Abstieg von Seligenporten besiegelt.

Die Neudrossenfelder dürfen dagegen weiter träumen. Ihr entspannter Coach Markus Taschner brachte es auf den Punkt: „Für mich war es vor allem ein Sieg des Teams, der Geschlossenheit, des unbändigen Willens. Chapeau für meine Aktiven.“ SV-Trainer Gerd Klaus kommentierte knapp, „die Gäste haben eben eine gute Abwehr, und wir versäumten, das 2:0 nachzulegen“. Schiedsrichter Jürgen Steckermeier leitete die kampfbetonte Partie mit viel Übersicht.

SV Seligenporten: Pager – Deuerlein (88. Reisig), Opcin, Strobel (84. Dougalis), Misic, Knorr, Boynuegrioglu (66. Nyary), Vidovic, Kussmann, Bajic, Luft (78. Kettlitz).

TSV Neudrossenfeld: Grüner – Gareis, Pauli (67. Zagel), Hahn, Möckel, Seiter (87. Thiele), Majczyna, Dengler, Schelenz (88. Schneider), Peeters (87. Mayer), Böhmer (82. Kolb).

SR: Steckermeier (Altfraunhofen); Zuschauer: 440.

Tore: 1:0 Kussmann (13.), 1:1 Seiter (58.), 1:2 Kolb (86.).

 

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