20 plus 13 33 Jahre Kunst in Tröstau

red

In Bines Drechselstube zeigt eine Ausstellung veredelte Hölzer in wunderschönen Formen. Ergänzt werden die Objekte von Fotografien „StadtAufsLand“.

Freuen sich über insgesamt 33 Jahre Kunst in Tröstau (von links): Bürgermeister Rainer Klein, Sabine Schüller, Stefan Schüller und Daniel Fischer. Foto: pr

Zur Feier des 20-jährigen Bestehens von Bines Drechselstube in Tröstau hatte Inhaberin Sabine Schüller in ihre Räumlichkeiten eingeladen. Dazu gesellte sich, wie es in einer Mitteilung heißt, auf besonderen Wunsch der Handwerkerin auch Daniel Fischer. Der Wahl-Tröstauer wiederum ist seit 13 Jahren freiberuflich kreativ und künstlerisch hier tätig. So summierten sich die Jahre künstlerischer Aktivitäten schließlich auf 33.

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Wunderschöne Formen

Sabine Schüller veredelt kunstvoll Hölzer zu wunderschönen Formen, Fischer ist überwiegend im visuellen Bereich tätig. So zeigt er zwischen den Holz-Kunstwerken acht Werke seiner fotografischen Arbeit unter dem Titel „StadtAufsLand – urbane und ländliche Eindrücke“.

In einer emotionalen Rede stellte Sabine Schüller zunächst die Herausforderungen, aber auch die schönen Momente während der vergangenen 20 Jahre heraus. „Wo sind die Jahre hin?“, fragte sie in die Runde. Ihr besonderer Dank galt ihrem Mann Stefan und ihren Eltern, die ihr immer zur Seite stünden. Zudem kann sie, wie sie sagte, mit ihrem Mann künstlerische Visionen in Holz teilen. Er legt selbst Hand an die Kunstwerke von „Schüller holz Art“, dem gemeinsamen künstlerischen Ausdruck des Ehepaares.

Der richtige Weg

Der Tröstauer Bürgermeister Rainer Klein sprach in seinem Grußwort von „durchaus Schwierigkeiten, mit künstlerischem Handwerk seinen Lebensunterhalt zu verdienen“. Aufgrund dessen sei es umso erfreulicher, „eine Drechslerin mit eigenem Geschäft in Tröstau zu haben, die manchen Widrigkeiten trotzt“. Klein bescheinigte Schüller und Fischer, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben und diesen beharrlich weiter zu verfolgen.

Wolfgang Hermann vertrat an diesem Abend den Kultur- und Kunstverein Tröstau, bei dem die beiden Hauptpersonen Mitglieder sind. Hermann führte unter anderem in humorvollen Kurzgedichten durch Tröstaus Heimatgeschichte und hob die Relevanz der Kunst – „vor allem auf dem platten Land“ – hervor. Er schloss mit einem Text über den Tagesablauf eines Künstlers, der einiges an Vorurteilen auf anekdotisch-lustige Weise anführte.

Essenz der Werke

Dann lud Daniel Fischer die Anwesenden ein, die eigene Umgebung durch seine Augen zu sehen. „Das will ich“, sagte er, „mit den Bildern, die ich ausstelle, erreichen.“ An manchen Ecken würden Menschen einfach vorüber gehen, er bliebe stehen, um genau diesen Moment an dieser Stelle einzufangen. Geduldig zu sein und den Blick schweifen zu lassen, seien die Essenz der gezeigten Werke. Sein Dank galt daher der Gastgeberin, dass diese Werke in ihren Räumen bis zum 12. November zu sehen sind.

Auf die Besucherinnen und Besucher warteten nach den Ansprachen Sekt und Häppchen, denen sie rege zusprachen. Dabei entwickelten sich angeregte Gespräche über alle ausgestellten Werke, und es wurde die ein oder andere Interpretation in die Kunst hineingelegt. Das gelungene Jubiläum war jedoch erst der Auftakt; die Ausstellung ist nun zu den Öffnungszeiten der Drechselstube zu besichtigen.

Geöffnet montags, dienstags, donnerstags und freitags jeweils von 14.30 bis 18 Uhr.