„Das war ein sehr guter Test gegen einen Gegner, der das gut gemacht hat“, urteilte der 41-Jährige, dessen Mannschaft aber „drei, vier Tore mehr“ hätte schießen können. Die erste Halbzeit dürfte Rost damit weniger gemeint haben, denn weder sein Team noch der munter mitspielende Bayernligist vermochten sich dabei eine Vielzahl an Chancen zu erspielen. Bei den Altstädtern fehlte häufig der letzte Pass, vor dem Tor spielte man meist etwas zu ungenau – so auch bei den Chancen von Sascha Marinkovic, der den Ball an Torwart Fabian Dellermann, aber auch am Tor vorbei legte (16.), und dem nach schönem Pass von Christopher Kracun am Bamberger Schlussmann scheiternden Edwin Schwarz (36.). Zur Pause führten die Gelb-Schwarzen trotzdem, weil Alexander Piller nach Vorarbeit von Anton Makarenko unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff aus kurzer Distanz traf.

Deutlich präsenter nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel – die Bamberger wechselten dreimal, Timo Rost tauschte erst in der 60. Minute viermal und bis auf Torwart Sebastian Kolbe später auch den Rest der Mannschaft – waren die Altstädter dann deutlich präsenter und kamen häufiger vor das Gehäuse der Domstädter. Anton Makarenko scheiterte in der 49. Minute mit einem Kopfball noch an der Latte, eine Viertelstunde später traf der SpVgg-Kapitän dann im Anschluss an einen Einwurf jedoch zum 2:0.

Die Truppe von Trainer Michael Hutzler belohnte sich in der Schlussphase für ihren couragierten Auftritt – in der 75. Minute nach einem Angriff über links erst mit dem Anschlusstor von Tobias Linz, knapp zehn Minuten später dann mit einem feinen Kopfball nach Ecke von Vlad Saprykin. Trainer

Trainer Rost moniert Chancenverwertung

Dass sich der Altstädter Coach am Ende über das Remis ärgerte, lag vor allem an den vergebenen Chancen zwischen und nach den beiden Toren – zweimal scheiterte Christoph Fenninger, einmal Gregor von Westphalen. „Da haben wir gesehen, an welchen Dingen wir noch arbeiten müssen“, gab er schon einmal einen Einblick in die anstehende Trainingsarbeit.

Denn natürlich stand weniger das Ergebnis, sondern mehr die Vorbereitung auf den Ligastart in zwei Wochen (Auswärtsspiel in Illertissen am 7. März) im Fokus. Insgesamt sieht der Trainer seine Mannschaft auf einem guten Weg: „Wir sind, was die Ausdauer angeht, schon über dem Berg. Jetzt geht es in den Feinschliff!“ Ein Testspiel steht noch an: Am kommenden Samstag, 29. Februar, empfangen die Altstädter den FSV Erlangen-Bruck auf dem Kunstrasenplatz (14 Uhr).

Statistik

SpVgg Bayreuth: Kolbe – Messingschlager (66. Golla), Weber (60. Eder), Schwarz (66. Kopp), Schiller (79. Kaymaz) – Makarenko (66. Sulmer), Kracun (79. Schätzler), Wolf (60. Weimar), Piller (79. von Westphalen) – Knezevic (60. Fenninger), Marinkovic (66. Einsiedler).

Tore: 1:0 Piller (45.), 2:0 Makarenko (64.), 2:1 Linz (75.), 2:2 Saprykin (85.).