150 Jahre Festspiele Drei Gemeinden bei Bayreuth haben Grund zum Feiern

Die Bayreuther Festspiele werden 150. Das Festival 150, das das Jubiläum in Stadt und Landkreis feiern soll, schlägt dafür die Brücke ins Umland – und sorgt für strahlende Gesichter in Eckersdorf, Creußen und Goldkronach.

Das Foto zeigt (von links) Landrat Florian Wiedemann gemeinsam mit den Bürgermeistern der ausgewählten Landkreisgemeinden Holger Bär aus Goldkronach, Sybille Pichl aus Eckersdorf, Martin Dannhäußer aus Creußen sowie der projekverantwortlichen Regionalmanagerin Monika Pellkofer und dem Bayreuther Oberbürgermeister Thomas Ebersberger. Foto: Landratsamt Bayreuth

Drache, Held und Schatz. Drei Begriffe, die als Grundlage für packenden, dramatischen Stoff in der Musik gute Dienste leisten können. Alle drei findet man im Kosmos von Richard Wagner – und direkt vor der Bayreuther Haustür. Drache, Held und Schatz stehen auch für drei Gemeinden aus dem Landkreis Bayreuth: Eckersdorf, Creußen und Goldkronach.

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Bayreuther Festspiele: Jubiläum auch in Eckersdorf, Creußen und Goldkronach

In diesen drei Kommunen wird das Festival 150, mit dem Stadt und Landkreis Bayreuth das Jubiläum 150 Jahre Bayreuther Festspiele feiern, ein eigenes Ausstellungs- und Beteiligungsformat ausrichten. Der Name: „Richard zieht ein – und Walhall wird lebendig“. Alle drei Landkreis-Gemeinden wurden von einer interdisziplinären Fachjury ausgewählt – und Kunstschaffende haben in diesen Orten die Möglichkeit, sich zu bewerben.

Wenn der Brückenschlag zwischen Stadt und Landkreis Bayreuth erfolgt, übernehmen alle drei eine eigene erzählerische Rolle innerhalb einer neu interpretierten Wagner-Mythologie. Eckersdorf kommt dabei die Rolle des Drachen zu. Begründet wird dies mit mystischen Wesen im Salamandertal sowie dem Aufenthalt Richard Wagners im Hotel Fantaisie im Jahr 1872.

Vom Bad im Drachenblut und dem Goldschatz im Rhein

Creußen kommt die Rolle des Helden zu. Ausschlaggebend war dabei offenbar der Ortsteil Lindenhardt. Genannt ist hier die Symbolik des Lindenblatts mit der Referenz zu Siegfrieds Bad im Drachenblut. Es handle sich um das Erkenntnismotiv und menschliche Verletzlichkeit, die Lindenhardt verkörpert – und sei es nur durch eine von einem Lindenblatt abgedeckte Körperstelle beim Bad im Drachenblut.

Goldkronach nimmt in diesem erdachten Wagner-Kosmos die Rolle des Schatzes ein. Wie keine andere Gemeinde im Raum Bayreuth steht das für den historischen Bergbau und mit Humboldt verbundene Goldkronach für Kostbarkeiten, wie schon das „Gold“ im Ortsnamen verrät – und sei damit für den Schatz, wie etwa den des Rheingolds, prädestiniert.

Das von der Region Bayreuth initiierte Projekt im Rahmen des Festspieljubiläums lädt professionell arbeitende Künstlerinnen und Künstler aus den ausgewählten Gemeinden ein, das jeweilige erzählerische Motiv künstlerisch zu interpretieren. Ausstellungsorte für die themenbezogen entstehenden Kunstwerke sind das Rathaus beziehungsweise Gemeindehaus – als symbolische „Festspielhäuser“ der Gemeinden der jeweiligen Kommune.

Dort werden die Kunstwerke im kommenden Herbst ausgestellt. Im Rahmen der großen Vernissage zum Auftakt des Festival 150 Bayreuth mit dem überregional bekannten Künstler Michael Apitz und seinen Wagnerinterpretationen am 25. Juli in der Schlossgalerie in Bayreuth werden die beteiligten Gemeinden und Kunstschaffenden vorgestellt.

Künstler können sich bewerben – unter diesen Bedingungen

In diesem Zusammenhang können sich Künstler für das Projekt „Richard zieht ein – und Walhall wird lebendig“ jetzt bewerben. Sie müssen lediglich eines von drei Kriterien erfüllen: Entweder wohnen sie in der jeweiligen Gemeinde, sind in einem Ortsteil oder Bezirk der Gemeinde ansässig sind oder betreiben dort ein Atelier.

Folgende Unterlagen sind bis zum 14. April 2026 per E-Mail an monika.pellkofer@lra-bt.bayern.de einzureichen:

  • Statement zur eigenen künstlerischen Intention einschließlich der möglichen thematischen Umsetzung (eine halbe DIN-A4-Seite genügt),
  • Lebenslauf,
  • Portfolio oder Link zur Website.

Die Fachjury trifft die Auswahl am 15. April 2026. Das Künstlerhonorar beträgt 400 Euro pro ausgewähltem Kunstschaffenden – finanziert aus Regionalmanagementmitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie durch Stadt und Landkreis Bayreuth.